Die zweiklassenständige Aktienstruktur von Fox Corp hat die Abstimmungsprämie für Aktien der Klasse A auf ein 90-Tage-Hoch gedrückt. Am Freitag wurden Aktien der Klasse A (FOXA) zum Kurs von 68,76 US-Dollar und Aktien der Klasse B (FOX) zum Kurs von 61,37 US-Dollar gehandelt, was einen Verhältnis von 1,120 ergibt und damit eine Abstimmungsprämie von 12% impliziert.
Die Spread hat sich von einem 90-Tage-Durchschnitt von 1,112x auf nunmehr 1,124x erweitert, wobei der letzte Abstand dem Höchstwert des Zyklus, der am 14. August registriert wurde, nahekommt. Historische Daten zeigen, dass das Verhältnis zwischen Mitte Juni mit 1,096x und dem jüngsten Höchstwert schwankt, was einen langsamen Neuansatz für die Ausschüttungsquote inmitten stabiler wirtschaftlicher Forderungen andeutet. Beide Anteilsklassen verfügen über identische Marktkapitalisierungen von 26,76 Milliarden USD, P/E-Verhältnisse von 16,3x und Betas von 0,54, was ihre wirtschaftliche Gleichwertigkeit bekräftigt, obwohl die strukturelle Kluft besteht.
Die Liquidität ist weiterhin stark auf FOXA konzentriert, das durchschnittliche tägliche Dollarvolumen belief sich auf 6,63 Millionen USD gegenüber 1,73 Millionen USD für FOX – eine Diskrepanz von 3,8-fachem Umfang, die Händler als Faktor für das anhaltende Aufschlag nennen. Die Dividendenrenditen unterscheiden sich auch marginal, wobei FOX 1,0 % bietet im Vergleich zu 0,9 % für FOXA. Allerdings erwirtschaftet die Nettoeffekt aus dem Shorting von FOXA und dem Long-Positionen in FOX nach Berücksichtigung der Spread rund 10 Basispunkte jährlich.
Der aktuelle Wert liegt oberhalb des Schnittpunktes (1,12x) plus einer Standardabweichung. Dieser Wert gilt in der historischen Datenbank als ein starkes Einstiegssignal für den Handel in einer dollar-neutralen Position, bei der FOXA verkauft und FOX lang gehalten wird. Der Gewinnziel ist auf dem Niveau von 1,11x festgelegt, was einer Konvergenz von etwa 80 Basispunkten entspricht. Stop-Loss-Stufen werden aktiviert, wenn das Verhältnis 1,14x überschreitet. Ein umgekehrter Handel – lang FOXA und kurz FOX – würde überlegt werden, falls das Verhältnis unter 1,10x sinkt, wie während des Absatzturungsphasens im Juni, als FOXA auf 54,76 USD und FOX auf 49,95 USD fiel.
Analysten merken daran, dass Governance-Ereignisse wie Nachfolgeregelungen innerhalb der Murdoch-Familie oder Vorschläge zur Änderung der Dualklassenstruktur die Spread stören könnten. Ebenso bestehen Risiken durch einen Index-Neuzugang oder ein Short-Squeeze im an den Handel sehr dünn kapitalisierten FOX-Float. Jegliche Konvertierungsarbitrage – wenn die Klassen austauschbar werden – würden die Premium sofort auf null zurücksetzen.












