Gold-Futures bewegten sich am Mittwoch leicht höher, und hielten sich bei knapp 4.660 USD pro Unze, während Investoren die US-Inflationsdaten bewerteten und darauf warteten, den Hauptvortrag von Federal-Reserve-Präsident Kevin Warsh beim Symposium in Jackson Hole am Freitag zu hören.
Spotgold stieg um 0,3% auf 4.607,41 USD pro Unze bis 15:27 ET, während Gold-Futures um 0,2% auf 4.660,56 USD pro Unze zunahmen. In der Vorwoche sprang das Edelmetall um mehr als 5%, nachdem der US-Dollar-Index im selben Zeitraum fast 1% eingebrochen war. Das Metall wurde durch allgemeine Bedenken hinsichtlich der finanziellen Nachhaltigkeit gestützt, wobei der US-Schuldenstand über 40 Billionen USD liegt und die Renditen langlaufender Staatsanleihen Anfang dieses Monats auf ein 19-jähriges Hoch kletterten.
Die Fortschritte folgten auf die Angabe des Handelsamtes, dass der Kernpreisindex der privaten Konsumausgaben im Juli gegenüber dem Vormonat um 0,2% stieg und im Vergleich zum Vorjahr um 3,3% – das entspricht den Erwartungen der Ökonomen. Die langfristige Inflationszielmarke der Fed beträgt weiterhin 2%. Unabhängig davon beläuft sich die zweite Schätzung des realen BIP-Wachstums der USA im zweiten Quartal unverändert auf 1,5%.
Analysten notierten, dass Warshs Rede Signal darüber geben könnte, ob die Notenbank weiterhin auf die Inflation gerichtet ist oder einen langsameren Kurs verfolgt, angesichts der jüngsten Anzeichen einer Abkühlung des Arbeitsmarkt-und der Verbrauchermärkte. José Torres, Senior-Ökonom bei Interactive Brokers, sagte, die Haltung der Fed sei massgebend angesichts der Anstrengungen des Weissen Hauses und des US-Finanzministeriums, die langfristigen Renditen zu stabilisieren. Er fügte hinzu, falls die Fed als opportunistisch in Bezug auf die fiskalischen Belastungen gewertet wird, könnten der Dollar und langlaufende Anleihen unter Verkaufsdruck stehen.
Die geopolitischen Spannungen wirkten auch auf die Stimmung, da das Weisse Haus erneut betonte, dass keine Verhandlungen mit dem Iran stattfinden, seit der Zeremonie eines Memorandum of Understanding mitten Juni kollabiert ist. Washington hat neue Sanktionen im Rahmen der "Operation Economic Outcast" verhängt und gewarnt vor wirtschaftlichem Engagement mit Teheran. Die Ölpreise stiegen um 2,2 % auf 88,85 $ pro Fass und trugen so zu der Hintergrundgeschichte über erhöhte Energiekosten bei.
Die Anleger wandten sich weiter zu festen Vermögenswerten wie Gold und Kryptowährungen, angesichts der Skepsis gegenüber Fiat-Währungen, steigender Renditen für Staatsanleihen und der massiven Anleiheemissionen von grossen Technologiefirmen, die die Infrastruktur für künstliche Intelligenz finanzieren. Die Konferenz in Jackson Hole wird die Veröffentlichung weiterer Informationen zur zukünftigen Kursannahme der Fed bringen, während die Märkte auf mögliche Schwankungen auf dem Dollar- und Staatsanleihenmarkt vorbereitet sind.













