Solwers Plc verzeichnete für das erste Halbjahr 2026 einen Rückgang der Profitabilität, mit einer EBITA-Marge von 0,7% gegenüber 0,9% im Vorjahreszeitraum. Die nordische Beratungsgruppe, die 29 Tochtergesellschaften in Finnland, Schweden und Polen betreibt, erzählte über die H1-Umsätze in Höhe von 41,8 Millionen Euro, eine jährliche Abnahme von 1,2%.
Die EBITA sank um 29,6 % auf 0,3 Mio. EUR, und der erweiterte EBITA um 68,3 % auf 0,4 Mio. EUR, was einen Margen von 0,9 % bedeutet. Die EBITDA ging um 8,7 % zurück auf 2,1 Mio. EUR, und die Rendite aus Anlagevermögen (ROCE) sank auf 2,4 % von 7,7 % im Vorjahreszeitraum. Die Personalkosten stiegen ungefähr um 2 % und der Eigenkapitalanteil sank auf 41,1 % von 42,3 %. Die Nettoverschuldung stieg von 25,1 Mio. EUR auf 28,2 Mio. EUR.
Die Umsatzentwicklung variierte je nach Region. Finnland erzielte 22,1 Millionen Euro, ein Rückgang gegenüber 22,6 Millionen Euro. Die wichtigsten Tochterunternehmen waren unter anderem Geounion, Finnmap Infra und Pontek. Schwedien erzielte 18,9 Millionen Euro, ein Rückgang von 19,7 Millionen Euro. Besonders bemerkenswert war der Rückgang bei Unternehmen mit Industriefokus wie ELE Engineering, WiseGate Consulting und Relitor. Polen erzielte 0,8 Millionen Euro Umsatz, der durch den Ausbau der Beratungsdienstleistungen von Advisors unterstützt wurde.
Die quartalsbezogenen Zahlen zeigten gemischte Tendenzen: Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 2,9 % auf 21,0 Mio. EUR, gefolgt von einem Rückgang um 5,1 % im 2. Quartal auf 20,8 Mio. EUR. Das Ergebnis je Aktie verschlechterte sich von minus 0,06 EUR im vergangenen Jahr auf minus 0,11 EUR. Die Abrechnungstage fielen auf 79,8 % von 82,6 %.
Das Management beschrieb die Performance des 1. Quartals als erwartbar, den 2. Quartal jedoch als Enttäuschung. Das Unternehmen hat ein Kostensenkungsprogramm für 2025 eingeführt und die Fixkosten um etwa 0,7 Millionen Euro gesenkt. Solwers erhielt am 30. Juni 2026 von seiner Hauptbank eine Vereinbarungsbefreiung mit geänderten Finanzierungsbedingungen, die bis zum 30. Juni 2027 gelten und ein Nettoverschuldungs-/Ebitda-Verhältnis von 3,5x anstreben.
Langfristige Projekte stellen das Unternehmen weiterhin solide Standbeine dar, darunter die Beteiligung von Finnmap Infra am Ausgestalten der Untergrundinfrastruktur in Tampere und das Planungsauftrag für die Ostbahn Porvoo-Koria, beide bauen auf die 2030er Jahre fort. Licab setzt rund 20 Experten bei der Errichtung der Nordbottnische Eisenbahn ein, einem 270 Kilometer langen Küstenbahnprojekt, das ebenfalls bis in die 2030er Jahre reicht. Weitere Initiativen umfassen Schwimmhalle-Projekte in ganz Finnland, an denen die Architektfirma DT+S, die Ingenieursfirma Zenner Engineering und das Planungsunternehmen Plan-Air beteiligt sind.
Solwers hält seine mittelfristigen Finanzziele ein, darunter Wachstum des Umsatzes von über 20 % im Vergleich zu einem 12-monatigen Zeitraum, eine EBITA-Marge von über 9 % und eine Eigenkapitalquote über 40 %.












