Der französische Erneuerbare-Energien-Produzent Voltalia SA hat am Donnerstag seine Gewinnprognosen für 2026 und 2027 entfallen lassen, da höhere finanzielle Kosten, Transformationskosten und unterperformende Vermögenswerte auftraten. Die Aktien des Unternehmens sanken in den frühen Handelsstunden um bis zu 17,85% auf 5,34 Euro.
Das von der Familie Mulliez kontrollierte Unternehmen geht nun von einem Jahresüberschuss für 2026 aus, was auch die früheren Erwartungen für ein positives Ergebnis umkehrt. Auch das Ziel eines positiven Nettoüberschusses für 2027 wurde für Voltalia ausgesetzt, während die Ziele für die installierte Kapazität und das EBITDA für 2026 bestätigt wurden. Die Entscheidung folgte einem Anstieg des EBITDA im ersten Halbjahr um 30 % auf 110,3 Millionen Euro beim konstanten Währungsverlauf, wobei der Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr auf 43,3 Millionen Euro von zuvor 39,7 Millionen Euro stieg.
Die Aktien von Voltalia sinkten im Laufe der Sitzung auf den tiefsten Stand seit 2014 und verzeichneten den stärksten Einzelfallverlust innerhalb von nahezu zwei Jahren. Das Unternehmen verwies die Rücknahme der Gewinnprognose auf erhöhte Schulden und anhaltende Produktionskürzungen bei seinen Wind- und Solarprojekten in Brasilien. Das Management deutete auch auf fortlaufende Verhandlungen über den Verkauf von Vermögenswerten in zwei weiteren Märkten hin, mit dem Ziel, den geografischen Fussabdruck auf rund 12 Regionen zu verringern.
Trotz der operativen Herausforderungen hat Voltalia seine EBITDA- und Kapazitätsziele für 2026 erfüllt, verabschiedete aber seine Dividendenpläne für 2028 und zog sein Gewinnziel für 2027 zurück. Die finanzielle Belastung des Unternehmens spiegelt die allgemein höheren Drucke im erneuerbaren Energiesektor wider, in dem die steigenden Kosten und die schlechte Projektergebnisse sich auf die Rentabilität auswirken.












