Die Vienna Insurance Group (VIG) verzeichnete für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg des Nettoergebnisses um 15,8% auf 473,4 Millionen Euro, getrieben durch eine Zunahme der unterschriebenen Prämien um 5,4% auf 9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 20,7% auf 640 Millionen Euro, während die Erlöse für Versicherungsleistungen um 7,1% auf 6,8 Milliarden Euro gestiegen sind.
Das Nettoverhältnis des Versicherers improved um 0,5 Prozentpunkte auf 91,4% einschliesslich einer Abschreibung im Wert von 3,6 Prozentpunkten. Die operative Kapitalrendite belief sich auf 17,8%, und die jährlich gerechnete Gewinn pro Aktie auf 7,28 €. Die Summe der Kapitalschaffungen stieg um 26,4% auf 373,5 Millionen €, die Nettokosten für Schadenfällen im Zusammenhang mit dem Wetter beliefen sich auf 81 Mio. € verglichen mit 73 Mio. € im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die gemeinsam gewichteten Investitionen von VIG, die das Unternehmen unter eigener Verantwortung hält, stiegen um 1 Mrd. EUR auf 39,1 Mrd. EUR. Der vertragliche Service-Margin für Lebens- und Gesundheitsversicherungen erhöhte sich um 1,3 %, wobei 299 Mio. EUR an Marginrückzahlungen und 252 Mio. EUR neue Geschäftszahlungen zu einem Margen von 9 % erfolgen. Der Nachhaltigkeitsgrad verbesserte sich auf 84 % von 80 % im H1 2025.
Die Übernahme der Nürnberger Group, die am 18. Mai mit einem Anteil von 99,2% abgeschlossen wurde, hat zu einem Verlust der Solvabilitätsquote von VIG beigetragen. Inbegriff der Übergangsmassnahmen fiel die Quote von 296 % am Jahresende 2025 auf 272 %, bei Ausschluss der Übergangsmassnahmen dann auf 258 %. Ohne die Nürnberger Group verblieben 296 % der Quote. Die Solvenzkapitalanforderung stieg um 873 Millionen €, vor allem aufgrund der erhöhten Marktrisiken, einschliesslich der Eigenkapitalrisiken.
Die VIG wies ihre Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2026 vor Steuern von 1,25 Milliarden Euro bis 1,3 Milliarden Euro, ohne die Nürnberger Holding, erneut auf. Der Aktienkurs der Versicherung blieb bei 14,97 US-Dollar stabil, mit einem Marktwert von 10,61 Milliarden US-Dollar. Zu den wichtigsten Bewertungsparametern zählten ein P/E-Ratio von 11, ein PEG-Ratio von 0,33 und eine Beta von 0,44, was eine geringe Volatilität widerspiegelt. Die VIG heisste auch ihre 21-jährige Dividendenhistorie hervor.
Die regionale Performance zeigte eine Diversifizierung: Polen, erweitertes CEE und spezielle Märkte trugen 2025 zu 40 % des Gesamtüberschusses bei, verglichen mit 18 % im Jahr 2020. Der Portfoliostrukturausschnitt, mit Ausnahme von Nürnberger, lag weiterhin schwerwiegend auf der Nichtlebensversicherung mit 78 %, bei der Lebensversicherung mit 14 % und bei der Krankenversicherung mit 8 %.












