Die Delivery Hero AG verbuchte im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 392,4 Millionen Euro, der den Konsensestimaten von S&P Global Visible Alpha und von einem Verlust von 191,7 Millionen Euro übertraf, trotz eines Umsatzzuwachses von 12,7 % auf 7,75 Milliarden Euro.
Der in Berlin ansässige Lebensmitteldienstleister verringerte sein Nettoverlust von 396,3 Millionen € im gleichen Zeitraum des Vorjahres, obwohl die Ausgaben stark anstiegen. Die allgemeinen und administrativen Kosten stiegen um 24,4 % auf 991 Millionen €, während die Nettorzinsen auf 178,9 Millionen € von 108,9 Millionen € im Vorjahr steigen. Das justierte EBITDA wuchs um 3,9 % auf 426,7 Millionen € und lag damit über den Konsens von 387,7 Millionen €, was vor allem auf eine höhere Bestellfrequenz und die Expansion im Schnellkaufbereich zurückzuführen war.
Das Management buchte 172,7 Millionen EUR an Anpassungen im Zusammenhang mit rechtlichen Fragen, vor allem Antitrust-Risiken. Die Einnahmen übertrafen die Visible-Alpha-Prognose von 7,44 Milliarden EUR und spiegelten das Wachstum in den Kernmärkten und im Bereich der nicht-kommissionbasierten Einnahmequellen wider.
Für 2026 hat Delivery Hero seine Prognose für die Wachstumsrate des Bruttomengewerbes auf 9%-11% erhöht, von zuvor 8%-10%. Das regulierte EBITDA wird nun auf 960 Millionen Euro bis 1 Milliarden Euro geschätzt, während der freie Cashflow vor aussergewöhnlichen Posten über 250 Millionen Euro erwartet wird, verglichen mit dem früheren Ziel von knapp 200 Millionen Euro.
Die strategischen Ausblicke des Unternehmens wurden durch die geplante Kombination mit Uber Technologies umgestaltet. Uber erlangte im Mai bedeutenden Einfluss auf Delivery Hero, und eine Vereinbarung mit SSW Partners umfasst den Verkauf von Unternehmen in 14 Märkten nach der Transaktion. Der Abschluss des Geschäfts ist für die zweite Hälfte des Jahres 2027 vorgesehen, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und anderer Bedingungen.












