Pernod Ricard SA meldete einen Rückgang des organischen Umsatzes um 3,9 % auf 9,4 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2026, was eine anhaltende Schwäche auf wichtigen Märkten widerspiegelt, trotz einer Entspannung in der zweiten Hälfte des Jahres.
Der organische währungsbereinigte operative Gewinn des französischen Destillationskonzerns fiel um 5,2 % auf 2,42 Mrd. € und liegt damit im Wesentlichen im Rahmen der Erwartungen der Analysten. Die Aktien fielen um 5,18 % auf 64,10 € und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Ende Juli. Sie unterperformten dabei den CAC 40-Index, der um etwa 0,3 % stieg.
Regional betrachtet waren die Trends divergierend. In den Vereinigten Staaten, dem grössten Markt für Pernod Ricard, sank der Umsatz um 14 % aufgrund verringter Verbrauchervertrauen, schwacher Spirituosenkonsum und laufender Bestandsanpassungen. In China ging der Umsatz um 19 % zurück, da das Konsumentenvertrauen weiterhin niedrig war, insbesondere in Prestigeproduktkategorien wie Cognac. Anders ausfiel Indien mit einem Umsatzwachstum von 7 %, oder 9 %, wenn Imperial Blue ausgeschlossen wird.
Die Trinkerprodukte zeichneten sich durch Wachstum von 12% weltweit aus. Das Unternehmen beschleunigte sein Effizienzprogramm in Höhe von 1 Milliarde €, und die Hälfte davon ist bereits im Geschäftsjahr 2026 erbracht worden, sodass seine Vollendung nun für das Geschäftsjahr 2028 vorgesehen ist, also ein Jahr früher als geplant. Die strategischen Investitionspläne wurden auf maximal 700 Millionen € verringert, gegenüber den früheren 800 Millionen €.
Pernod Ricard behielt die Dividende bei 4,70 € je Aktie, was die Konsensprognose von 4,09 € überstieg, und bot den Aktionären die Möglichkeit, die Enddividende in Aktien zu erhalten. Der Konzern bekräftigte sein Ziel, den Nettoverschuldungsgrad bis zum Geschäftsjahr 2029 unter drei Mal EBITDA zu halten.












