Die Kosten für Indiens Rohölimport haben seit dem Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten, bei dem die Lieferwege durch den Hormuskanal unterbrochen wurden, stark angezogen. Das hat sowohl die Ölpreise als auch die Frachtkosten in die Höhe getrieben.
Die Frachtkosten auf der wichtigen Route von Ras Tanura in Saudi-Arabien nach Indien sind seit dem 28. Februar, als der Krieg begann und der Iran den Zugang zum Eckpunkt einschränkte, um 411 % gestiegen. Die Kosten für den Transport von Rohöl auf einem sehr grossen Rohrschlepper (VLCC) erhöhten sich im August auf 4,34 Dollar pro Barrel, gegenüber 0,85 Dollar pro Barrel vor dem Konflikt, wie aus Daten hervorgeht, die von Financial Express zusammengestellt wurden.
Auch die Frachtkosten für Nicht-Mittelmeerland-Strecken stiegen stark, da Indien nach alternativen Lieferquellen sucht. Die Frachtpreise von Corpus Christi in den USA nach Indien stiegen um 150 Prozent auf 15,86 Dollar pro Barrel, während die Kosten für den Transport von Rohöl aus dem Ulst-Luga-Hafen in der Ostsee sich mehr als verdoppelten und auf 19,90 Dollar pro Barrel gingen.
Die Versicherungsprämien für Kriegsschutz für Reisen durch den Hormuspass sind von 250.000 Dollar pro Passage vor dem Krieg auf bis zu 10 Millionen Dollar gestiegen, wodurch die Importkosten weiter angestiegen sind.
Die Öle unterlagen ebenfalls einer Erhöhung von etwa 25 % seit Beginn des Konflikts und erreichten kurzzeitig auf mehrere Male einen Preis von über 100 USD pro Fass. Trotz etwas geringerer Importmengen stieg die Kostenpost für Rohölimporte Indiens im Vierteljahr April bis Juni um 60 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr.
Der Aufwärtstrend dauert auch im dritten Quartal an: Die Zölle für den Rohstoffimport Indiens stiegen im Juli um 41% gegenüber dem Vorjahresmonat, was die kombinierte Wirkung höherer Ölpreise und gestiegener Fracht- und Versicherungskosten widerspiegelt.












