Das quantitative Forschungsteam von Citi hat drei westeuropäische Fluggesellschaften – Ryanair, International Airlines Group (IAG) und Air France-KLM – als die am meisten von institutionellen Anlegern bevorzugten Unternehmen hervorgehoben, obwohl die allgemeine Branchenpositionierung weiterhin uneinheitlich ist.
Der irische Niedrigpreis-Operator Ryanair belegt den höchsten Rang bei den regionalen Konkurrenten in Sachen Langfriststrategie, obwohl die Aktien hinter den jüngsten Marktentwicklungen zurückbleiben. Der Gewinn im ersten Quartal betrug 34 % weniger als im Vorjahr und belief sich auf 538 Mio. €. Das war insbesondere auf höhere Kraftstoffkosten und eine schwächer als prognostizierte Preisgestaltung im Sommer zurückzuführen. Analysten der Citi arbeiten mit der Beobachtung, dass Anleger die kurzfristigen Margenrisiken genau im Auge behalten, jedoch weist die Fluggesellschaft nach wie vor die stärkste Langfriststrategie in der Branche auf.
IAG, das Mutterunternehmen von British Airways und Iberia, bleibt trotz des Fehlens in der Konsenssen-Kategorie ein Fokus für Investoren. Die Gruppe erzielte im ersten Halbjahr einen Betriebserfolg von 1,757 Milliarden EUR, trotz höherer Treibstoffkosten und operativer Unterbrechungen im Nahen Osten. Seine relative Widerstandsfähigkeit hat es auf den institutionellen Überwachungslisten gehalten.
Air France-KLM verzeichnete in den letzten Monaten die grösste Verbesserung bei der langfristigen Positionierung und gehört damit zu den drei am längsten bekannten Namen im Sektor. Der französisch-niederländische Luftverkehrsbetrieb präsentierte im ersten Quartal operative Ergebnisse von 484 Millionen €, die die Erwartungen der Analysten übertrafen. Die Fluggesellschaft unterbreitete auch ein verbindliches Angebot für einen Minderheitsanteil an der portugiesischen TAP SA, was auf strategische Expansionspläne hinweist.
Die Sektoralen Positionen sind weiterhin fragmentiert, wobei Lufthansa einige der kürzesten Positionen aufweist und Wizz Air weiterhin mit hoher Short-Position konfrontiert ist. Die Positionierung von Lufthansa wurde in den vergangenen Wochen stärker diskutiert, da sowohl die Metriken für Long- als auch Short-Positionen gestiegen sind, während das Unternehmen auch eine Arbeitsvereinbarung mit der Gewerkschaft der Piloten erzielte, um anhaltende Streitigkeiten zu beenden. Wizz Air berichtete im ersten Quartal von einem Verlust von 198 Millionen Euro, wobei die erhöhten Kraftstoffkosten und Unterbrechungen im Flottenbetrieb als Gründe angegeben wurden.













