Celesa Therapeutics wird in der kommenden Woche auf dem Kongress der Europäischen Respiratory Society in Barcelona wichtige klinische Daten zur experimentellen Therapie deupirfenidon vorstellen. Zu den Präsentationen gehören der Studiendesign der Phase-3-Studie SURPASS-IPF sowie Ergebnisse einer Phase-1-Studie zur Wechselwirkung von Arzneimitteln.
Die erste Präsentation, die für den 6. September um 8:00 Uhr MEZ geplant ist, wird das Design der SURPASS-IPF-Studie erläutern, in der deupirfenidon – in einer Dosis von 825 mg dreimal täglich – mit Pirfenidon – in einer Dosis von 801 mg dreimal täglich – verglichen wird. An der Studie nehmen circa 1.100 erwachsene Personen mit idiopathischer Lungenfibrose teil. Der primäre Endpunkt ist die Änderung der absoluten FVC-Wert (forced vital capacity) gegenüber dem Ausgangswert zur Zeithochzeit von Woche 52. Die Session wird von Vincent Cottin vom Louis Pradel Krankenhaus leiten.
Am 7. September um 11:05 Uhr MEZ wird Philip Molyneaux vom Imperial College London Ergebnisse einer Phase-1-Studie vorstellen, die die gleichzeitige Verabreichung von Deupirfenidon und Nintedanib bewertet. Nach Angaben des Unternehmens weisen die Daten auf eine geringe Wahrscheinlichkeit klinisch relevanter Arzneimittelinteraktionen hin.
Deupirfenidon ist eine deuterierte Form von Pirfenidon, einer derzeit auf dem Markt erhältlichen Behandlung für die idiopathische pneumonale Fibrose. Die experimentelle Therapie wurde von der US-amerikanischen Food and Drug Administration und der Europäischen Kommission als"Arzneimittel für seltene Krankheiten"ausgezeichnet. Ergebnisse einer früheren Phase 2b-Studie, die imAmerican Journal of Respiratory and Critical Care Medicineveröffentlicht wurden, zeigten, dass das Medikament das Fortschreiten des Rückgangs der Lungenfunktion mindestens 26 Wochen lang stabil halten kann.
Die idiopathische Lungenfibrose ist eine progressive Lungenerkrankung mit einer mittleren Überlebenszeit von zwei bis fünf Jahren nach der Diagnose. Eine Heilung ist derzeit nicht möglich, was die Notwendigkeit neuer therapeutischer Ansätze unterstreicht.












