Zwei hochrangige US-Abgeordnete haben das Government Accountability Office offiziell darum gebeten, den Versagen des Verkehrsministeriums bei der Durchsetzung von Regeln zum Schutz der personenbezogenen Daten von Flugreisenden zu prüfen.
Senator Ron Wyden und Abgeordnete Shontel Brown verwiesen auf das, was sie als Jahrzehnte langes Handeln der US-Fachministerien für Verkehr und Sicherheit beschrieben haben, die trotz wiederholter Datenschutzverletzungen, die Hunderten von Millionen von Reisenden betroffen waren, noch nie einen Rechtsdurchsetzungsfall im Zusammenhang mit Passagierdaten gebracht haben. In ihrem Schreiben an die GAO argumentieren die Abgeordneten, dass der Sicherstellung der „Privatsphäre“ im Amt der Behörde »die Aufgabe als Datenschutzregulierer aufgegeben wird«, wodurch sensible Reiseaufzeichnungen der Missbrauchs durch Unternehmen und der Genaueuroutüberwachung durch die Regierung ausgesetzt sind.
Die Anfrage folgt einer Prüfung aus dem März 2024, die von dem damaligen Verkehrsminister Pete Buttigieg initiiert wurde und die untersucht, wie die 10 grössten US-Fluggesellschaften Fluggastinformationen sammeln und verwenden. Zwei Jahre später sagten die Gesetzgeber, dass es weiterhin unklar ist, ob die Prüfung irgendwelche öffentlichen Ergebnisse erbrachte oder zu Durchsetzungsmassnahmen führte. Ein Sprecher des USDOT antwortete nicht sofort auf Anfragen zu einem Kommentar.
Die GAO bestätigte den Empfang des Schreibens und sagte, dass sie abwägen werde, wie weiterhin zu verfahren sei. Airlines for America, eine Branchenorganisation, die die grossen Fluggesellschaften vertritt, erklärte, sie werde nicht zu dem Thema Stellung beziehen.
Der Aufruf zu einer Prüfung rückt auch breitere Bedenken in Bezug auf den Umgang mit Fluggastdaten in den Medien hervor. Die Airline Reporting Corporation, eine Datenbank, die von US-Fluggesellschaften gemeinsam unterhalten wird, hat für federale Behörden wie das Department of Homeland Security und die Internal Revenue Service Zugang zu einem System verkauft, das etwa 722 Millionen Fluggastrechnise enthält. Dieses Abkommen endete im November 2025, jedoch hat das DHS seither eine öffentliche Aufforderung an Unterauftragnehmer gerichtet, ein Ersatzsystem für die Überwachung von Fluggastdaten zu entwickeln.
Eine Audit vom Justizministerium aus dem Jahr 2016 ergab ausserdem, dass die Drogenkontrollbehörde Luftverkehrsmitarbeiter Millionen von Dollars bezahlte, um private Passagierdaten ohne Haftbefehl zu erhalten. In dem Brief der Gesetzgeber wird gewarnt, dass ausländische Gegner möglicherweise Reiseinformationen der Fluggesellschaften und Reisagenturen als wertvolle Informationen nutzen könnten.
Die Bundesregelungen erlauben es dem USDOT, die unsachgemässe Behandlung von Verbraucherdaten als unfair oder irreführende Praxis zu betrachten, wodurch Fluggesellschaften möglicherweise zivilrechtliche Sanktionen riskieren.












