Das Weltwirtschaftsforum (WEF) bestätigte am Freitag, dass Thomas Buberl, CEO des französischen Versicherungsunternehmens AXA, aus dem Kuratorium des Forums ausgeschieden ist. Der Abgang, der im August stattfand, reduziert das 28-köpfige Gremium auf 27 Mitglieder.
Das WEF machte keine Gründe für Buberls Weggang bekannt. Sein Abgang folgt auf eine Zeit von anhaltender Führungskrise bei der Organisation. Der Stiftungsrats wird derzeit über die zukünftige Führung des Forums entscheiden, wobei die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde als eine der führenden Kandidaten für das Präsidentenamt angesehen wird.
Lagarde hat laut Berichten der Neuen Zürcher Zeitung und Bloomberg ihre Bereitschaft zugesichert, die Rolle zu übernehmen, betonte aber, dass es zunächst Bedarf gibt, die Spannungen zwischen dem WEF und dem Gründer Klaus Schwab zu lösen. Schwab verliess die Organisation im April 2025 und hinterliess eine angespannte Beziehung zwischen seiner früheren Einrichtung und dem WEF.
Die Instabilität der Führungsstruktur setzte sich im Frühjahr 2026 mit dem Rücktritt des langjährigen Präsidenten und CEO Borge Brende fort. Seitdem leiten der Vorstand gemeinsam Larry Fink, CEO von BlackRock, und André Hoffmann, Vize-Vorsitzender von Roche. Alois Zwinggi fungiert als operatives Leiter.
Buberl wird von der NZZ als Teil einer Fraktion dargestellt, die Schwabs Erbe kritisiert. Sein Abgang folgt auf die von Brende und dem früheren Nestlé-Präsidenten Peter Brabeck, die beide in den letzten Jahren aus dem WEF ausgetreten sind.













