VP Bank erzielte im ersten Halbjahr 2026 einen Nettobetrag von CHF 32,4 Millionen, was einem Anstieg von 12,7 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die Kostenkürzungen sowie die Erlöse aus Provisionen kompensierten den Rückgang der zinsbezogenen Einnahmen.
Der gesamte operative Ertrag des Unternehmens sank um 2,2% auf 171,6 Millionen Franken, was insbesondere dem schwierigen Zinsumfeld zuzuschreiben ist, das sich auf den Netozinsertrag ausgewirkt hat. Der Ertrag aus Provisionen und Dienstleistungen stieg, während der Ertrag aus Dividenden aus Finanzanlagen ebenfalls den Ergebnissen zugutekam. Der Ertrag aus Handel und andere Einkünfte verringerte sich und damit änderte sich die Einkünftebasis des Bankhauses im Vergleich zum Jahr 2025. Im ersten Halbjahr 2025 war der Netozinsertrag bereits um 3,6% auf 73,2 Millionen Franken gesunken, während der Ertrag aus Provisionen nur um 1,1% auf 69 Millionen Franken gestiegen war. Der Ertrag aus Handel war dann stark angestiegen.
Die Kostenkontrolle blieb ein wesentlicher Faktor für die Rentabilität. Die Gesamtbetriebskosten sank um 5,3 % auf 135,2 Millionen Franken. Die Kosten reduzierten sich sowohl bei Personal, Verwaltungs- als auch bei anderen Ausgaben sowie bei niedrigeren Abschreibungen. Das Kosten-Einnahme-Verhältnis verbesserte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 78,8 %, nachdem es in H1 2025 bei 81,5 % und in H1 2024 bei 91,5 % lag.
Die unter Managment stehenden Kundenvermögen stiegen um 6,4 % auf 57,1 Milliarden Franken. Dies ging massgeblich auf die Marktentwicklung und eine Nettozufluss von 1,4 Milliarden Franken zurück. Dies entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 5,2 %, die niedriger liegt als der ungewöhnlich starke Nettozufluss von 2,1 Milliarden Franken im ersten Halbjahr 2025, als die verwalteten Vermögenswerte 51,9 Milliarden Franken betrugen. Die gesamten Vermögenswerte stiegen um 7,3 % auf 11,5 Milliarden Franken, wobei der Kredit-depositarbeitsverhältnis bei 61,3 % lag.
Die Kapitalisierung blieb weiterhin robust, das Kapitaldeckungverhältnis (Tier 1/CET1) betrug 26,0 %, und das Liquiditätsdeckungsverhältnis lag bei 157,6 %, also weit über den regulatorischen Anforderungen. Die Bank führt dies auf die Effizienzinitiativen und Wachstumsprojekte zurück, die im Jahr 2025 gestartet wurden.
Der CEO der Gruppe, Urs Monstein, hebe die verbesserte Ergebnisstruktur hervor und erklärte, dass die Bank trotz eines schwierigen Zins-und Währungsumfelds die Gewinne weiter erhöht habe.
Für die Zukunft erwartet die VP Bank eine Normalisierung des Neugeldzuwachses im zweiten Halbjahr unter Beeinflussung durch saisonal schwächeren Geschäftstrends. Die geopolitischen Risiken, die niedrigen Zinssätze und die Währungseffekte werden auch im Jahr 2026 einen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben. Dennoch ist die Bank nach Aussage des Konzerns aufgrund ihrer starken Kapitalbasis und der geringeren Kostenstruktur gut für die zukünftigen Herausforderungen aufgestellt.












