Die Konsumausgaben der Verbraucher in den USA sind im Juli um 0,2% gegenüber dem Vormonat gestiegen, was die Erwartungen einer Zunahme um 0,1% übertraf, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Die privaten Konsumausgaben, ein wichtiger Treiber der US-Wirtschaft, sind nun zum zweiten Monat in Folge gewachsen nach einem Wachstum von 0,3% im Juni.
Die breiteren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden nach wie vor durch geopolitische Spannungen geprägt, insbesondere durch den Konflikt um den Iran, der am Ende Februar entbrannte und zu einer Verlangsamung der Wachstumsrate im ersten Quartal beitrug. Das bruttonationale Produkt expandierte im zweiten Quartal mit einer jährlichen Rate von 1,5 % nach 2,1 % in den ersten drei Monaten des Jahres.
Die inflationären Auswirkungen legen weiter auf die Haushaltsbudgets der Bevölkerung. Der Preisindex für private Verbrauchausgaben der Federal Reserve, der bevorzugte Inflationsindikator, blieb im Juli bei 3,7 %, wobei er auf dem Niveau von Juni lag und den Prognosen für einen Rückgang auf 3,6 % entgegensprach. Die anhaltende Inflation liegt weiterhin deutlich über dem 2%-Ziel der Fed und verstärkt die Bedenken hinsichtlich der Beständigkeit der deflationsprägenden Trends.
Ökonomen warnen, dass die Inflationsrisiken weiterhin bestehen. Bastian Hepperle, Ökonom der Bank Bethmann HAL, bezeichnete den Dezinflationsprozess als «stickig» und betonte, dass die Fortschritte auf den Weg zum Ziel der Fed «so langsam waren wie Kaugummi«.
Die Anleger verfolgen eng die jährliche Symposion der Federal Reserve in Jackson Hole, die am Donnerstag beginnt. Der Vorsitzende der Fed, Kevin Warsh, soll am Freitag eine Keynote-Veranstaltung halten, bei der die Marktteilnehmer seine Ausführungen auf Hinweise für die zukünftige Geldpolitik der Zentralbank überprüfen. Warsh hat noch nicht klargestellt, ob seine Rede sich auf die Geldpolitik oder breitere wirtschaftliche Themen konzentriert, aber Analysten gehen davon aus, dass es eine begrenzte Angabe zur kurzfristigen Zinsentwicklung geben wird.
Hepperle fügte hinzu, dass es für Warsh oberstes Ziel ist, das Inflationsziel zu erreichen, aber der Fed-Chef hat eine Zurückhaltung bewiesen, hinsichtlich den Zinssätzen eine ausdrückliche Prognose abzugeben. "Seine Zurückhaltung bezüglich des Zinspfades bleibt bestehen", sagte Hepperle. "Für die Fed bedeutet dies, bereit zu stehen und Zinserhöhungen so weit wie möglich zu vermeiden."













