Der britische Aktienmarkt nähert sich der Irrelevanz für Kleinanleger, da ein schwindender Pool von grossen Markennamen und eine Stempelsteuer von 0,5% die Teilnahme untergraben, so Nick Saunders, Chief Executive von Webull UK.
Saunders erwähnte eine Reihe von jüngsten Übernahmen als Beweise für die abnehmende Attraktivität des Marktes, einschliesslich des von der Privatgesellschaft Epiris empfohlenen All-Cash-Angebots für Gamma Communications, der Unterstützung von Capricorn Energy für eine Barabnahme durch die norwegische DNO ASA sowie der Beschluss von Bodycote, einen Deal mit der US-Investmentfirma Veritas abzuschliessen. Die Nachfrage von privaten Investoren konzentriert sich weiterhin auf US-Werte, insbesondere Breakout-Small Caps, obwohl ETFs mit britischer Zulassung auch für langfristige Strategien attraktiv bleiben.
Der Executive kritisierte die London Stock Exchange Group (LSEG), weil diese die Umsätze mit Datenprodukten vor der Funktionalität der Börse priorisiert. Er betonte, dass die kürzlich verringerten Kosten für den Einzelhandelspreisvertrieb nur einen begrenzen unterstützenden Effekt haben. Saunders lehnte auch Vorschläge zur Verlängerung der Handelszeiten in Grossbritannien ab und argumentierte, dass die Verteilung bestehender Liquidität über längere Sitzungen die "Liquiditätsdichte" verringern würde, anstatt neue Aktivitäten zu erzeugen.
Market Maker und institutionelle Händler verteilen das gleiche Risikobudget über einen erweiterten Zeitraum hinweg, was zu längeren Lagerungszeiten, breiteren Spreads und schlechterer Ausführung von Marktanforderungen führt. Bei Limitorders könnten marginale Verbesserungen möglich sein, aber ihre Füllwahrscheinlichkeit würde sinken, fügte er hinzu.
Saunders betonte, dass die Stempelsteuer, eine Abgabe, die nicht auf US-Aktien erhoben wird, ein wesentlicher Abweisungsfaktor für Privatanleger darstellt und damit die Wettbewerbsfähigkeit der Börse weiter unterminiert.












