Mittelgrosse Schweizer Städte bieten einer Familie mit zwei Kindern eine überlegene Wohnattraktivität im Vergleich zu grossen Metropolen wie Zürich und Genf, wie eine Studie der UBS am Donnerstag zeigte.
Der von UBS CIO Global Wealth Management entwickelte 2026 Housing Attractiveness Indicator bewertete 10 Schweizer Regionen und schätzte die Gemeinden für eine fiktive Familie mit zwei Kindern und einem Jahreseinkommen von 150 000 Franken. Die Ergebnisse zeigen, dass Kantone wie Solothurn, Fribourg, Sion, Basel, Luzern, Aarau, Chur und St. Gallen sowie kleinere Zentren wie Vevey und Lugano in der Top 3 zu finden waren. Zürich und Genf erreichten nicht die Top 3.
Der Haupttriebkraft dieser Präferenz ist die Kosteneffizienz. Stadtzentren bieten eine gut entwickelte Infrastruktur, vielfältige Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten sowie Zugang zu Bildung und Kinderbetreuung zu deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten als die Grossstädte. So liegen die Lebenshaltungskosten in Vevey etwa 15 % unter denen von Genf, während Aarau und Schaffhausen jeweils 28 % und 34 % weniger kosten als Zürich.
Auch Agglomerationsgemeinden und ländliche Städte wie Zollikon, Baar, Granges-Paccot, Gaiserwald und Morges waren sehr attraktiv für das Wohnen. Diese Gebiete profitieren von einer guten Erreichbarkeit, einer hohen Lebensqualität und oft auch von niedrigeren Steuern oder Wohnkosten im Vergleich zu den umliegenden Kleinstädten.
Die Studie betont, dass die Attraktivität von Wohnformen stark von den Haushaltstypen und der finanziellen Ausgangslage abhängt. Haushalte mit hohem Einkommen priorisieren aus Steuergründen häufig die Bebauung von Orten wie Freienbach, Cologny, Appenzell, St. Moritz oder Paradiso. Im Gegensatz dazu ist eine bescheidene Lebenshaltung für Haushalte mit geringeren Einkommen ein wichtiger Faktor. Deren bevorzugte Wohnorte sind dann kleinmassstabile Zentren, Agglomerationsgebiete oder ländliche Gemeinden mit einer ausreichenden Infrastruktur.












