Die Brutto-Nationalverschuldung der Vereinigten Staaten überstieg am 18. August 2026 nach offiziellen Daten die 40 Billionen US-Dollar und erreichte damit einen Meilenstein, der die wachsende finanzielle Last für die Bundesregierung unterstreicht. Die Schuldenhöhe belief sich auf 40,047 Billionen US-Dollar, und Prognosen zeigen, dass sie bis Jahresende zwischen 40,78 Billionen und 41,38 Billionen US-Dollar erreichen könnte, je nach den fiskalischen Entwicklungen.
Die Kosten für die Tragung der Schulden sind mit der Schuldenlast gestiegen. Die Zinszahlungen der letzten 12 Monate betrugen zusammen etwa 1,4 Billionen US-Dollar. Das entspricht etwa 116,7 Milliarden US-Dollar an monatlichen Verbindlichkeiten oder 3,84 Milliarden US-Dollar an täglichen Zinsaufwendungen. Der Bank of America-Stratege Michael Hartnett hat prognostiziert, dass der Schuldenstand bis 2029 auf 50 Billionen US-Dollar anwachsen könnte. Dies würde eine jährliche Aufstockung von rund 2,94 Billionen US-Dollar oder 8,05 Milliarden US-Dollar an neuen Schulden pro Tag erfordern.
Der Anstieg der Kreditkosten fiel zusammen mit einem starken Anstieg der Treasuries-Zinsen, wobei der 30-jährige Zins am 18. August auf sein höchsten Stand seit 2007 von 5,19 % steigen konnte, bevor er nach Interventionen des Markts leicht auf 5,10 % zurückging. Finanzminister Scott Bessent veranstaltete eine Reihe von Massnahmen, darunter eine Verdoppelung der Rückkäufe von langlaufenden Anleihen, um die Zinsen stabilisieren zu können. Experten von J.P. Morgan stellten jedoch fest, dass solche Interventionen nicht die zugrunde liegenden strukturellen Herausforderungen angehen, darunter nachhaltige Haushaltsspritzen und sich festierende Inflationserwartungen.
Die erhöhte Schuldenlast tritt zugleich auf, da die Federal Open Market Committee der Federal Reserve weiterhin eine Entschlossenheit im Hinblick auf die Geldpolitik vermissen lässt, wobei drei Mitglieder eine Zinserhöhung auf der Sitzung im Juli unterstützen. Auch die Preise für Brent-Rohöl stiegen in der Woche auf 92,05 US-Dollar und verstärkten damit die Inflationsdrucke. Mit 133 Tagen im Jahr 2026 und den vorgeplanten Zwischenwahlen am 3. November bleibt die finanzpolitische Steuerung für Entscheidungsträger und Märkte gleichermaßen ein zentraler Fokus.












