Der britische Privatsektor expandierte im August mit höherem Tempo, angetrieben von einem Aufschwung in der Dienstleistungsbranche, so die vorläufigen Daten von S&P Global. Der S&P Global Flash UK Composite Output Index ging von 52,2 im Juli auf 52,5 hoch und lag damit erneut im zweiten Monat in Folge über der Marke von 50,0, die zwischen Wachstum und Schrumpfung trennt.
Die Aktivität im Dienstleistungssektor beschleunigte sich auf das stärkste Tempo seit Februar. Sie wurde von einer verbesserter Binnennachfrage und steigendem Kundenvertrauen unterstützt. Die beschäftigung im Privatsektor sank jedoch fortwährend, wobei die Arbeitsplatzverluste auf den geringsten Stand seit Oktober 2025 zurückgingen. Der Dienstleistungssektor verzeichnet seit nunmehr 23 aufeinanderfolgenden Monaten Stellenabbau, das längste Leistungsverlust seit Beginn der Umfrage im Jahr 1996.
Die Produktionsmenge wuchs im August nur marginal und bedeutete die schwächste Expansion seit fünf Monaten. Die geopolitische Unsicherheit und erhöhte Kostendrucke belasteten die Produktion, während die Gesamtmenge neuer Aufträge den schnellsten Anstieg seit Februar verzeichnete. Die nachfrageseitige Entwicklung wurde durch eine abgeschwächte Exportleistung kompensiert; angespanntes Budgetierungsmanagement und erhöhte Risikoskepsis schwächten jedoch die Auftragsbücher.
Die Inputkosteninflation für Unternehmen des privaten Sektors hat sich nach vier Monaten zum ersten Mal beschleunigt, angetrieben von höheren Preisen für Kraftstoffe, Transport, Rohstoffe und Lebensmittel. Auch die Preiserhöhungen im Verkaufssegment nahmen im August zu, nachdem sie im Juli auf ein Fünfmonats-Tief gefallen waren. Die unternehmerische Optimismus verbesserte sich zum dritten Mal in Folge und erreichte seinen höchsten Stand seit Februar, da die Unternehmen eine stabilere wirtschaftliche Lage im In-und Ausland erwarten, trotz anhaltender Bedenken bezüglich des Wettbewerbs, der Inputkosten und politischer Unsicherheit.
Chris Williamson, Chief Business Economist von S&P Global, wies darauf hin, dass die britische Wirtschaft im August erneut an Fahrt gewonnen hat und die Erwartungen für ein solides Wachstum im dritten Quartal von circa 0,3 % dadurch bestätigt werden.
Die Daten suggerieren eine gemischte Erholung, wobei die Dienstleistungssektor den Rückschlag anführt, während die Produktion weiterhin durch externe Faktoren eingeschränkt ist.













