Die Geschäftstätigkeit in der Eurozone hat sich im August gefestigt und erreichte einen Neunmonats-Hoch, da sich die Produktionsleistung im Bereich der Industrie mit 54 Monaten der höchsten Geschwindigkeit seit 54 Monaten erhöhte, wie aus vorläufigen Daten von S&P Global hervorgeht.
Der kompositorische Output Purchasing Managers' Index (PMI) stieg im Juli von 52,0 auf 52,1 und weist weiterhin auf eine ausweitung der Wirtschaftsaktivität im privaten Sektor hin. Die Produktionsausgaben im Produktionssektor erhöhten sich auf 53,4 von 52,9, während der headline-IHK PMI auf 52,8 von 51,9 stieg und somit das höchste Niveau seit Mai 2022 erreichte.
Die Dienstleistungsbranche blieb weitgehend stabil mit 51,7 Punkten, unverändert zum Juli, was eine bescheidenes, aber konstantes Wachstum in diesem Sektor andeutet. Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence, merkte dazu hinzu, dass die Daten eine prognostizierte Wirtschaftswachstum im dritten Quartal von circa 0,3 Prozent für die Eurozone unterstützen.
Die Produktionswachstumsrate war auf mehrere Faktoren zurückzuführen, darunter präventives Aufstocken der Lagerbestände aufgrund von Unterbrechungen der Lieferkette im Nahen Osten, die steigende Nachfrage nach Produkten für Technologien im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz sowie die verstärkten Investitionen in Ausrüstung, die von den Verteidigungsausgaben angetrieben wurden. Die Bestellungen für neue Produkte erreichten ein 40-monatiges Hoch, wobei die Bestellungen für den Export erstmals seit 4,5 Jahren wieder anstiegen.
Die Beschäftigungsentwicklung verbesserte sich ebenfalls. Zum ersten Mal seit 38 aufeinander folgenden Monaten wurde in 2026 ein Wachstum der Beschäftigung im produzierenden Gewerbe verzeichnet. Die Inflation der Inputkosten setzte nach einem Rekordhoch im Februar auf den niedrigsten Stand seit Februar zurück, während die Endpreisinflation zum dritten Mal in Folge verlangsamt wurde und auf ihren niedrigsten Stand seit März fiel. Die wirtschaftliche Stimmung sank jedoch auf ein dreimonatiges Tief.
Die Daten deuten auf eine gemischte, aber verbesserte wirtschaftliche Lage in der Eurozone hin, wobei die Industrie die Erholung anführt und die Dienstleistungswirtschaft eine stetige, wenn auch zurückhaltende Entwicklung zeigt.













