Der deutsche Handelssektor hatte im August das stärkste Wachstum seit 51 Monaten, wie aus Vorläufigen PMI-Daten hervorgeht, die am Freitag veröffentlicht wurden. Die Dienstleistungsaktivität sank hingegen zum fünften Monat in Folge.
Der Flash-HCOB Deutschland Composite Output PMI fiel von 51,3 im Juli auf 51,0 und erreichte damit ein Zwei-Monats-Tiefpunkt, blieb jedoch weiterhin auf expansivem Terrain. Der Produktions PMI stieg auf 54,1 von 52,2 und erreichte damit den höchsten Wert seit Mai 2021, während der Dienstleistungs PMI auf 48,5 von 49,8 fiel und eine Kontraktion signalisierte.
Die Produktionsleistung stieg ebenfalls auf 56,7 von 54,7 Punkten, das stärkste Wachstum seit 55 Monaten, unter dem Einfluss eines enormen Anstiegs bei Neuaufträgen und Exportverkäufen, der seit Anfang 2022 nicht mehr zu verzeichnen war. Die Unternehmen nannten die Erneuerung des Inventars, erhöhte Ausgaben für die Verteidigung und den Bau von Rechenzentren als wichtige Unterstützungsfaktoren.
Die Beschäftigungsentwicklung blieb uneinheitlich: Die Personalbestände stabilisierten sich nach 26 Monaten des Rückgangs, da die bescheidene Einstellungstätigkeit im Dienstleistungssektor den anhaltenden Stellenabbau im produzierenden Gewerbe auswetze. Die Geschäftsentwicklung verbesserte sich auf den höchsten Stand seit Februar, wobei die Hersteller insbesondere optimistischer in die Zukunft blicken.
Der Preisdruck entspannte sich leicht, wobei die Preisinflation bei den Dienstleistern auf dem niedrigsten Niveau seit März lag. Die Dienstleister meldeten eine gesenkte Teuerungsrate, während die Hersteller ihre hohe Preisfähigkeit im Zuge der starken Nachfrage aufrechterhielten.
Phil Smith, stellvertretender Direktor für Wirtschaftsfragen bei S&P Global Market Intelligence, bemerkte, dass der Impuls für diewirtschaftliche Erholung nach einem Abschwäche in dem zweiten Quartal wieder stärker geworden ist.













