Die Währungen auf emerging markets avancierten am Freitag auf neue Mehrmonatsspitzen und erweiteren damit eine achtwöchige Siegesserie, da der US-Dollar nahe der Mehrmonatstiefs blieb.
Der MSCI Emerging Market Currency Index stieg um 0,3 %, was einen weiteren historischen Rekord für den Monat bedeutet. Der MSCI Emerging Market Equity Index nahm um 1,3 % zu, was einem zweiten Woche in Folge von Kursgewinnen entspricht. Die Renditen der US-Staatsanleihen erholten sich nach einer Mittwochsen Intervention der US-Finanzverwaltung, die aber nur kurzfristig den Verkaufsdruck abschwächte.
Der US-Finanzminister Scott Bessent andeutete, dass die Regierung den Anleihenrückkauf ausweiten könnte und bilanzierte die Aussicht auf eine Haushaltskonsolidierung. Der chinesische Vize-Finanzminister Liao Min erklärte, Peking werde angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung mit einer gewandelten Wirtschaft und einem spürbaren Wachstumsverlangsamung zusätzliche fiskalische Maßnahmen in Betracht ziehen.
Geopolitische Spannungen im Golf, wo die USA mit der Einstellung umfassender Sanktionen gegen den Iran drohten, hielten die Inflationsrisiken im Fokus. Steigende Schuldenstände in den USA und politische Unsicherheit wurden als Faktoren genannt, die die Kaufkraft des Dollars beeinträchtigen.
In Asien stärkte sich der südkoreanische Won um 0,9 % und erreichte damit ein 11-monatiges Hoch. Er legte damit wöchentlich mehr als 2 % zu. Der taiwanische Dollar rückte um 0,7 % vor. Der südkoreanische KOSPI und die taiwanischen Aktien verbuchten leichte Gewinnsteigerungen, verloren dennoch wöchentlich fast 1 %.
Der chinesische Yuan bewegte sich in der Nähe eines 3,5-Jahres-Hochs, während der Shanghai Compositeindex stabil blieb und der CSI 300-Blue-Chip-Index um 0,6% stieg. In Mitteldeutschland gewann die tschechische Krone gegenüber dem Euro 0,4% und die tschechischen Aktien kletterten um 0,5%. Das Finanzministerium revidierte am Donnerstag seine Wachstumsprognose.
Der polnische Zloty gewann 0,2 % und die polnischen Aktien stiegen um 0,8 %. Die Regierung schlug vor, den Unternehmenssteuersatz für wichtige Versorgungsunternehmen und Kraftstoffunternehmen auf 30 % bis 2027 zu erhöhen, wie die staatliche Nachrichtenagentur PAP berichtete. Die ungarischen Märkte blieben wegen eines nationalen Feiertages geschlossen.
In der Türkei stärkte sich die Lira um 2,1 % und die Aktien stiegen um 0,8 %. Die Geschäftsvertrauensindikatoren für die Hersteller stiegen im August auf 102,8 Punkte, was auf Optimismus hindeutet, da Werte über 100 eine Expansion signalisieren.












