Ein US-amerikanischer Verteidigungsauftragnehmer wird in Deutschland eine Raketenfabrik errichten, was einen Wandel hin zu Waffen aus europäischen Quellen in einem sich verändernden transatlantischen Sicherheitskontext markiert.
Covenant, ein in den USA ansässiges Firmens des Verteidigungssektors, hat die Absicht, ab 2027 die Produktion von Mittelstreckenraketen in der Nähe von Leipzig zu starten. Laut Reuters erwartet es sich, dass die Anlage eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 1.000 Einheiten haben wird. Die meisten Komponenten für die Raketen sollen von deutschen und anderen europäischen Zulieferern bezogen werden, heisst es in dem Bericht weiter.
Diese Entscheidung folgt auf die Suche Berlins nach kosteneffizienten Marschflugkörperoptionen, um eine Kapazitätslücke in ihrem Verteidigungsarsenal zu schliessen. Deutschland hat die hier produzierten und in Europa hergestellten Systeme als Ergänzung zu bestehenden Langreichweitenwaffenplattformen und zur Reduzierung der Abhängigkeit von teureren Importe in den Vordergrund gestellt. Die Dringlichkeit für Alternativen hat sich erhöht, nachdem die Vereinigten Staaten – entgegen vorherigen Verpflichtungen – die Pläne abgesagt haben, Deutschland Tomahawk-Marschflugkörper zu liefern, so die Quellen.
Weder Covenant noch das Bundesverteidigungsministerium reagierten auf Anfragen zu den gemeldeten Produktionsplänen.
Die geplanten Raketen sollen eine Reichweite von mehr als 1.500 Kilometern haben, was sich mit den Klassifikationen für Mittelstreckenraketen innerhalb der dazugehörigen Verteidigungsstrukturen deckt.












