Die Schweizer Hotels verzeichneten im August einen Rückgang der Übernachtungen um 2,1% im Vergleich zum gleichen Monat des Vorjahres, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) in einer ersten Schätzung vom Dienstag mitteilte.
Die Übernachtungen von ausländischen Gästen gingen um 2,2% zurück, während die Übernachtungen inländischer Gäste um 1,9% sanken, wie aus den Daten des BFS hervorgeht.
Das Ergebnis im August konnte die vergleichsweise moderate Erholung vom Juli nicht aufrecht erhalten, als die Schweizer Hotels ihren ersten Anstieg in vier aufeinander folgenden Monaten des Rückgangs verzeichneten, angetrieben von einer stärkeren Inlandnachfrage.
Der Schweizer Tourismusverband zeichnet für die gesamte Sommersaison ein gemischtes Bild: Zwei gegensätzliche Kräfte stehen hier gegenüber. Heisse Wellen und ein Vorzug für Schutz und Stabilität unterstützten die Nachfrage bei heimischen, europäischen und amerikanischen Reisenden. Einen starken Rückgang gab es jedoch aus den Golfstaaten und Asien aufgrund des Krieges in Iran.
Die Bergregionen waren die Hauptnutzniesser des heissen Wetters. In Graubünden wählten viele Schweizer Gäste die Berge vor dem Hitzestress in den Tiefen. Sowohl für Übernachtungen als auch Tagesausflüge waren die Berge die erste Wahl. Interlaken entwickelte sich ebenfalls zu einer beliebten Sommerdestination.
Die Städte standen verschiedenen Herausforderungen gegenüber. Zürich hatte auf Grund der Schwäche in Asien und den Golfstaaten, die durch fehlende Flugverbindungen aus dem Nahen Osten und den starken Schweizer Franken noch verstärkt wurde, Probleme. Genf wurde von der Abwesenheit von Besuchern aus arabischen Ländern mit mittlerem Einkommen beeinflusst.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Schweiz Tourismus ein Gesamtausfall von 0,7 % der Übernachtungen. Die Inlandübernachtungen sollen um 0,9 % steigen, die Auslandübernachtungen hingegen um 2,4 %.
Die BFS wird am 22. September eine zweite Schätzung für August sowie erste Daten für die Ursprungsmärkte veröffentlichen. Die endgültigen Ergebnisse mit absoluten Daten zu den Übernachtungen und detaillierten Informationen zu den Ursprungsmärkten werden am 5. Oktober veröffentlicht.












