Die Reparaturkosten für Fahrzeugschäden in der Schweiz stiegen deutlich, angetrieben durch eine Kombination aus allgemeiner Inflation und der zunehmenden Komplexität der Automobiltechnik. Laut Daten der Vergleichsplattform Comparis stieg die durchschnittlichen Kosten für die Reparation einer Hintertür von 92 Franken im Jahr 2023 auf 134 Franken im Jahr 2025, was einem Anstieg von fast 50 % entspricht. Seitliche Seitenwände und Vorderreifen gewannen in diesem Zeitraum um jeweils 41 % und 32 %.
Die gesamten Kosten für die Reparatur und neu lackierung einer Hintertür beliefen sich 2025 auf rund 380 Franken, was einem Anstieg von 15 % gegenüber zwei Jahren zuvor entspricht. Die vollständige Ersatung einer Hintertür stieg um 9,2 % auf 1 098 Franken. Obwohl die allgemeinen Inflationsraten einen Teil des Anstiegs erklären, bemerkt Comparis, dass der Trend nicht vollständig durch steigende Preise erklärt werden kann.
Moderne Fahrzeuge enthalten fortschrittliche Elektronik, Sensoren und Fahrerassistenzsysteme, die spezielle Werkzeuge und Expertenwissen erfordern und zu höheren Reparaturkosten führen. Harry Büsser, Experte für Kfz-Versicherungen bei Comparis, gibt zu, dass diese Faktoren allein nicht vollständig für die beobachteten starken Preissteigerungen verantwortlich sind. Die Analyse legt nahe, dass weitere Faktoren, wie z.B. höhere Werkstattpreise und Margen, ebenfalls eine Rolle spielen könnten.
Die durchschnittlichen Werkstatt-Laborgesamtskosten stiegen um etwa 3 % auf 172,30 Franken pro Stunde im Jahr 2024, während die Rentabilität im Werkstatt-und Ersatzteilgeschäft stieg. Die Daten geben jedoch nicht an, in welchem Masse höhere Abrechnungsgebühren oder Margen den allgemeinen Kostenanstieg beeinflusst haben.
Die Ergebnisse basieren auf einer Analyse von 7,3 Millionen Reparaturen, die der Schadensberechnungsanbieter Solera zwischen 2023 und 2025 verarbeitet hat.












