Siemens Energy plant, seine Einheit Transformation of Industry (ToI) abzuspalten und sich auf die schneller wachsenden Segmente der Stromerzeugung und -übertragung zu konzentrieren.
Das Münchner Unternehmen wird ToI aus dem Konzern herausnehmen und dabei eine "erhebliche Minderheitsbeteiligung" behalten, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Es können externe Investoren eingebunden werden, und Kapitalmarktransaktionen bleiben weiterhin eine Möglichkeit. Siemens Energy will die operative Flexibilität von ToI verbessern und das Wachstum mit der Trennung beschleunigen, die nach jahrelanger Spekulation über eine mögliche Veräußerung folgt.
ToI dient Industriekunden mit Energieneinrichtungen, Kompressoren für die Rohstoffe und Wasserstoff-Elektrolyzern und beschäftigt rund 17.000 Mitarbeiter. In der vergangenen Geschäftsjahre erzielte das Unternehmen etwa 5,7 Milliarden Euro Umsatz, aber sein Wachstum lag hinter den Hauptgeschäftsfeldern von Siemens Energy zurück. Im aktuellen Organisationsmodell muss ToI in Bezug auf Investitionen mit Wachstumssegmenten wie Stromerzeugung und -verteilung konkurrieren, in denen Gewinne schneller realisiert werden können.
Christian Bruch, CEO von Siemens Energy, erklärte, dass die Trennung das Potenzial von ToI freisetzt, indem strukturelle Beschränkungen aufgehoben werden. "Wenn wir unsere Struktur nicht ändern, begrenzen wir die Möglichkeiten für die Transformation der Industrie," sagte Bruch. "Unser aktueller Investitionsfokus liegt auf der Stromerzeugung und-transmission, wo die Investitionen kurzfristig höhere Rücklagen abwerfen."
Die Analysten fanden die Entscheidung insgesamt positiv. JPMorgan-Analyst Phil Buller bemerkt, dass obwohl ToIs Wachstum und Margen attraktiv sind, sie nicht mit Siemens Energys umfassender Investmentstrategie übereinstimmen. Lucas Ferhani von Jefferies unterstreicht die Möglichkeiten, sich auf rentablere Energiensegmente zu konzentrieren, wobei er den Zeitpunkt als günstig bezeichnet. Colin Moody von RBC schätzt, dass der eigenständige Wert von ToI 10 Milliarden Euro übersteigen könnte, insbesondere angesichts seines abnehmenden Beitrags zum operativen Gewinn von Siemens Energy bis 2030.
Die Aktien von Siemens Energy verringerten sich am heutigen Mittwoch im frühen Handel um 0,4% und entwickelt sich damit unter dem weitgehend flachen DAX-Index.













