Der US-Finanzminister Scott Bessent kündigte am Montag eine Kampagne zur Entkopplung Irans von der Weltwirtschaft an und verhängte Sanktionen gegen 60 neue Einheiten in den Bereichen digitale Assets, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Damit markiert die Maßnahme eine Verschiebung vom bisherigen militärischen Schwerpunkt der Trump-Administration, die nun versucht, Iran wirtschaftlich zu isolieren, indem sie auf globale Partner Druck ausübt, den Handel einzustellen.
Die Sanktionen richten sich auf fünf wichtige Bereiche: digitale Vermögenswerte, Technologie, Gold, Luftfahrt und Schifffahrt. Bessent bezeichnete die Initiative als eine Initiative zur «ökonomischen Erstickung» des iranischen Regimes und warnte, dass «keiner außerhalb der Reichweite der amerikanischen Sanktionen steht», darunter auch große chinesische Banken. Trotz weit verbreiteter Spekulationen über chinesische Unternehmen, die den iranischen Ölhandel erleichtern, beinhaltet die ursprüngliche Liste keine großen chinesischen Firmen, und Bessent vermied es, während seiner Ausführungen China oder Russland genauer zu benennen.
Der iranische Wirtschaftsminister Ali Madanizadeh erklärte, dass Teheran "vollständig vorbereitet" sei auf die neuen Sanktionen, während die USA von ihren Verbündeten die Einstellung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Iran innerhalb einer bestimmten Frist gefordert haben oder unter Umständen von Seiten der USA unilaterale Maßnahmen der Finanzbehörden zu befürchten haben. Die Administration bemühte sich auch dabei, mit wichtigen Partnerländern, darunter China und Russland, eine leise Diplomatie zu betreiben. Diese Länder stellen nach wie vor die größte Handelspartner des Iran dar, haben aber die neuen Einschränkungen noch nicht akzeptiert.
Nach aktuellen Daten liegen die Erdölströme durch die Hormuskanal, ein wichtiger Durchflussweg, auf einem Bruchteil der Vorkriegsniveaus. Der Iran hat zuvor gedroht, den Verkehr durch den Kanal further inzugrenzen, wenn seine Infrastruktur angegriffen würde, und geloben gleichzeitig, Vergeltungshandlungen gegen verstärkte Sanktionen zu ergreifen. Die Trump-Regierung hat wiederholt erklärt, dass dem Iran nicht erlaubt werden darf, Atomwaffen zu entwickeln. Die neue Wirtschaftskampagne folgt auf den Zusammenbruch einer im Juni zwischen den USA und dem Iran abgestimmten Vereinbarung.
Pakistan hat sich als Vermittler bei den regionalen Gesprächen aufgehalten. Innenminister Mohsin Naqvi berichtete von "beachtlichen Fortschritten" bei den Beratungen in Teheran, die darauf abzielten, eine potenzielle Einigung zu erzielen. Der Iran erklärte, er werde nicht wieder mit den USA in direkte Verhandlungen eintreten, bevor Washington den Bedingungen des Juni-Abkommens nachkommt.













