Der russische Präsident Wladimir Putin hat am Dienstag in Moskau mit dem Junta-Führer und inzwischen Präsidenten von Myanmar, Min Aung Hlaing, über eine erweiterte Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Verteidigung und Raumfahrt gesprochen.
Die Gespräche markierten den ersten Besuch von Min Aung Hlaing in einem nicht angrenzenden Land seit dessen Amtsantritt im April, nachdem ein Parlamentsvotum bei einer Wahl dominiert worden war, die von einem staatlich unterstützten Partei durchgeführt wurde, während eine lebensfähige Opposition nicht vertreten war. Die militärische Führung Myanmars ist seit der Machtergreifung 2021 mit durchgehenden westlichen Sanktionen konfrontiert.
Putin bezeichnete Min Aung Hlaing als „Freund Russlands” und betonte die bestehende Zusammenarbeit in verschiedenen Sektoren. Energieprojekte spielten eine wichtige Rolle, und es wurden Gespräche über den Bau einer Ölraffinerie in Myanmar und die Erweiterung der Erdölerzeugung und -erkundung, einschließlich auf dem Kontinentalsockel des Landes, geführt. Auch die Lieferung von russischem verflüssigtem Erdgas nach Myanmar wurde thematisiert, und mögliche Vereinbarungen zur Weiterleitung auf andere regionalen Märkte wurden diskutiert.
Die Verteidigungsbeziehungen bleiben der Eckpfeiler der Beziehung, während die Raumkooperation als ein aufstrebendes Engagementfeld erwähnt wurde. Die beiden Staats- und Regierungschefs träffen sich seit dem letzten Jahr im Kreml, wobei Min Aung Hlaing Putin sechs Elefanten übergab und eine Vereinbarung für den russischen Staatskonzern Rosatom unterzeichnete, der eine kleine Kernkraftwerk in Myanmar errichten soll.
Russland und China unterstützen weiterhin die militärische Verwaltung in Myanmar. Moskau vertieft seine Verteidigungsbeziehungen und sucht Chancen für russische Energieunternehmen in der südostasiatischen Nation.









