Nemetschek SE steigerte am Donnerstag um 3,7 % auf 67,40 € und erweiterte damit die Erholung von ihrem 52-Wochen-Tief von 50,45 €, während das Unternehmen weiterhin deutlich unter seinem Höchstwert von 121 € notierte. Der Kursanstieg spiegelte eine breitere Rally deutscher Software-Aktien wider, die nach den starken Quartalsergebnissen einen steilen Preisanstieg bei den US-amerikanischen Pendents aufgewiesen hatten.
Salesforce Inc. stieg in der Vorbörsenotierung um 11,4 %, während CrowdStrike Holdings Inc. mehr als 9 % zulegte und damit den Rückgang im Bereich der Unternehmenssoftware verstärkte. Der NASDAQ-Composite stieg um 1,0 % und der S&P 500 um 0,4 %, was auf eine günstige globale Technologieentwicklung zurückzuführen ist, die den Sektorrotation in die Discounted-Softwarenamen unterstützt hat.
Die Deutsche Bank hat die Berichterstattung zu Nemetschek wieder aufgenommen und das Unternehmen mit einer Kaufempfehlung bewertet. Als stabilisierenden Faktor nennt sie das flexible, wiederkehrende Umsatzmodell des Unternehmens. Diese Massnahme hat dazu beigetragen, das Vertrauen der Anleger nach einer langwierigen Abwertung des Sektors wieder aufzubringen. Dort waren Befürchtungen, dass künstliche Intelligenz traditionelle Geschäftsmodelle unterminieren könnte, die Bewertungen gedrückt hatten.
Institutionelle Anleger kehrten wieder selektiv zu Software-Aktien zurück, die deutlich unter dem früheren Höchstniveau gehandelt wurden. Nemetschek profitiert hierdurch als Unternehmen mit einem hohen Anteil an wiederkehrenden Einnahmen. Die Kursaufschwung der Sitzung resultierte hauptsächlich aus Unternehmensgrundlagen und Sektorraumschwankungen, ohne dass direkt ein Anreiz durch die Politik der Europäischen Zentralbank oder deutsche makroökonomische Daten zu verzeichnen war.












