Die Aktien von Air France-KLM stiegen in der frühen Pariser Handelszeit am Dienstag um 2 % nach Angaben von Kepler Cheuvreux, das das Unternehmen von "Sell" auf "Hold" hochgestuft hat und einen fairen Wert von 11,50 Euro festgesetzt hat.
Die Brokerage-Tochter unterstrich, dass die aktuelle Aktienkurs unter dem Aspekt einer wesentlichen Eskalation der Iran-Krise die Geschäftsaussichten der Air France-KLM widerspiegelt. Kepler hatte Air France-KLM Anfang März bereits auf „Reduce“ herabgestuft, als die Gewinnerwartung nach dem Ausbruch des Nahost-Konflikts im Februar als „genügend ehrgeizig“ eingestuft wurde. Seit diesem Herabstufungen fiel die Aktie um rund 12 Prozent.
Kepler erhöhte seine Gewinnschätzung für das laufende Jahr um 20 % nach den Ergebnissen von Air France-KLM im zweiten Quartal und senkte gleichzeitig die mittelfristigen Prognosen um etwa 1 %. Die Schätzungen der Brokerage liegen immer noch leicht unterhalb des Visible-Alpha-Konsenses mit einem niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentsatz.
Air France-KLM berichtete über einen quartalsbasierten bereinigten operativen Gewinn von 484 Millionen Euro, was einen Rückgang von 736 Millionen Euro im Vorjahr darstellt, aber über dem von der Airline bei den befragten Analysten zu erwartenden Konsenswert von 327 Millionen Euro liegt. Die Airline senkte auch ihre volle Jahreserwartung mit Blick auf die Kapazitäten und geht nun von einem Rückgang der Flüge auf kurzen und mittleren Strecken um 1 % und einer gruppenweiten Wachstumsrate zwischen 2 % und 3 % aus. Dies folgt auf eine vorherige Kürzung von einer Wachstumsprognose von 3 % bis 5 %, die vor der Februareskalation im Nahen Osten veröffentlicht wurde.
KLM-Geschäftsführer Marjan Rintel betonte, dass globale Unsicherheit, steigende Kosten und verstärkte Konkurrenz für die Fluggesellschaft weiterhin strukturelle Herausforderungen darstellen werden.












