Lynas Rare Earths, der weltweit größte Produzent von Seltenen Erden außerhalb Chinas, meldete einen Anstieg des Jahresüberschusses um 2.679% angesichts der verstärkten Anstrengungen zur Diversifizierung seiner Lieferkette, bevor die vorübergehenden Exportbeschränkungen Chinas für mittlere und schwere Seltene Erden im November ablaufen.
Der Netto-Gewinn nach Steuern belief sich im Geschäftsjahr zum 30. Juni auf 222,4 Millionen A$ (159,37 Millionen US-Dollar), verglichen mit 8 Millionen A$ im Jahr zuvor, und fiel jedoch hinter dem Konsensschätzung von Visible Alpha von 242,5 Millionen A$ zurück. Die Aktien des Unternehmens sanken nach der Bekanntgabe um etwa 8%.
Die durchschnittlichen Verkaufspreise steigten um 59% auf 80,7 A$ pro Kilogramm, angetrieben durch feste Marktpreise und Bodenpreisabsprachen mit japanischen und US-amerikanischen Kunden, um die Volatilität zu reduzieren. Das Unternehmen profitierte auch von verbesserten Preisen für Neodymium‐Praseodym, ein wichtiger Bestandteil von Magneten mit seltenen Erdmetallen, sowie einen höheren Anteil an schweren seltenen Erdmetallverkäufen zu nicht markt‐bezogenen Preisen.
Lynas skizzierte Pläne, sein globales Fußabdruck auszubauen, indem es neue Lieferungen aus ionischen Tondepots weltweit sichert. Der Interim-CEO Pol Le Roux erklärte, dass das Unternehmen aktiv mit Projektentwicklern in Verhandlungen stehe und in Kürze neue Vereinbarungen bekannt geben wolle, obwohl die Details, ob es sich um Materialkäufe oder Übernahmen handelt, nicht bekannt gegeben wurden.
Das Unternehmen hat sich außerdem verpflichtet, die Entwicklung einer Lieferkette für die Verarbeitung von Magneten in den Vereinigten Staaten zu unterstützen, um die Abhängigkeit von der chinesischen Produktion zu verringern, die etwa 90 % des weltweiten Erdrare-Ausschusses ausmacht. Lynas betreibt seine führende Mine Mt Weld in Australien und eine Verarbeitungsanlage in Kalgoorlie, in der es bereits vorige Qualitätsprobleme der Anlage gelöst hat.
Die operativen Herausforderungen bei Mt Weld, darunter Bedenken zur Erzequalität und steigende Kosten, wurden laut der Unternehmensführung gelöst. Das Unternehmen ist außerdem dabei, einen ständigen CEO zu ernennen, nachdem Amanda Lacaze ins Ruhestand gegangen ist.
Lynas’ Strategie widerspiegelt die allgemeinen Bestrebungen der Branche, sich alternative Lieferketten in Zeiten geopolitischer Spannungen und Chinas Dominanz in der Herstellung von Seltenerden, insbesondere für kritische Anwendungen im Luft- und Raumfahrt-, Automobil- und Verteidigungssektor, zu sichern.












