Gold-Futures steigen am Montag auf den höchsten Stand seit drei Monaten, wobei Spot-Gold in der Nähe von 4.700 US-Dollar je Unze gehandelt wird, da die Sorgen über die Inflation in den USA und die Volatilität auf den Marktwertpapiermärkten zunehmen.
Der Anstieg der Goldpreise folgte auf einen radikalen Anstieg der US-Treasury-Renditen in der vergangenen Woche, wodurch das US-Finanzministerium die Anschaffung von länger laufenden Anleihen verdoppelt hat, um den Markt zu stabilisieren. Händler warten jetzt auf wichtige US-Inflationsdaten und eine Rede von Bundesreservichef Kevin Warsh am Freitag, um weitere Hinweise auf die Zinspolitik und die Richtung der Anleihenmärkte zu erhalten.
Kryptowährungen erlebten ebenfalls Kursgewinne: Bitcoin stieg erstmals seit Mai über 80.000 US-Dollar und erreichte 80.453 US-Dollar. Die digitale Asset hat in der vergangenen Woche mehr als 25 % zugenommen, bleibt jedoch deutlich unter ihrem Allzeithoch von 126.000 US-Dollar, das im vergangenen Jahr erreicht wurde. Ähnlich steigerte sich Ether auf 2.503 US-Dollar.
Bei den geopolitischen Entwicklungen fiel die Schiffsaktivität durch den Hormuskanal auf ihr niedrigstes tägliche Niveau seit Anfang Mai. Am Montag pflegten nur zwei Frachtschiffe die Gewässer. Diese Zahl lag signifikant unter dem 10-Tage-Durchschnitt von 14 Schiffen, wie die Schiffsverkehrsstatistiken zeigen. Das Iran bat 45 Tanker auf eine schwarze Liste, weil es sie für Verstösse gegen die Durchfahrtenregeln halten würde, und drohte Strafen gegen Schiffe, die mit den auf der schwarzen Liste stehenden Schiffen Tauschgeschäfte machen.
Trotz dieser Spannungen fiel das Brent-Rohöl, der globale Ölbenchmark, auf 91,41 USD pro Barrel und sank damit um 0,8% oder 76 Cent. Die asiatischen Aktienmärkte zeigten eine gemischte Entwicklung: Der japanische Nikkei stieg um 0,5%, der südkoreanische Kospi steigerte sich um 0,7% und der Hongkonger Hang Seng fiel um 0,15%.
Der US-Finanzminister Scott Bessent startete die Operation "Economic Outcast", eine Kampagne gegen wirtschaftliche Unrechtshandlungen, die er in ihrem Umfang mit der Landung am D-Day verglich. Bessent betonte dabei den phasenweise angewandten Ansatz der Sanktionen und warnte vor einer schnellen Eskalation der Massnahmen. Die Haltung der Regierung gegenüber China und dem Iran ist weiterhin unklar. Teheran kündigte Vergeltungsmassnahmen gegen jedes Land an, das an der von den USA geführten Kampagne teilnimmt.
In den wirtschaftlichen Daten wuchs das Bruttoinlandsprodukt der Deutschen in der zweiten Quartal um 0,3% im Vergleich zum Vorquartal, was einen vorläufigen Prognosewert von 0,2% überstieg. Die Expansion wurde von einem 2%igen Wachstum bei den Exporten von Gütern und Dienstleistungen angetrieben, während der Gross- und Einzelhandel die Erwartungen übertraf. Die Investitionen jedoch sanken um 0,2%.













