Nach den Branchenangaben, die diese Woche veröffentlicht wurden, hat KKR Partners Group als Europas grössten Manager von offenen Aktienmärkten überholt.
Im ersten Quartal erreichte die US-Privatkapitalgesellschaft die führende Position gemessen an den verwalteten Mittel auf ihren europäischen Evergreen-Plattformen mit 13,6 Milliarden Euro. Die Partners Group, der Schweizer Vermögensverwalter, verfügte zum Ende des 1. Quartals über 13,4 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 0,4 Milliarden Euro gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht und die Gruppe dennoch nur knapp hinter der ersten Position zurücklässt.
"Wir sind kürzlich zum grössten Manager von Evergreen-Fonds für Investitionen auf dem privaten Markt in Europa geworden. Zuvor besass die erste Position ein Schweizer Unternehmen", sagte Markus Egloff, Geschäftsführer und Head of Global Wealth Solutions International bei KKR, in Zürich. Er verwies dabei auf Daten des Industrianalysten Novantigo.
Egloff unterstrich, dass KKR seit drei Jahren in diesem Segment aktiv ist, nachdem es im Mai 2023 seinen ersten Fond mit europäischer Ursprunge für Privatanleger lancierte. "Dies zeigt, dass wir eindeutig einen beträchtlichen Marktanteil gewonnen haben, zumindest im Bereich privates Vermögen", sagte er.
Private-Equity-Firmen richten sich immer mehr auf wohlhabende Einzelinvestoren als Kapitalquelle, da institutionelle Investoren in Private-Markt-Strategien auf Allokationsgrenzen stossen. Mehrere Wettbewerber haben Büros in Zürich eröffnet, um mit Privatbanken zusammenzuarbeiten und Einzelinvestoren über immergrünen Fondsstrukturen zu gewinnen.
Die Wechsel im Führungsteam erfolgen im Kontext eines steigenden Widerrufsdrucks im gesamten Segment. Private-Kreditfonds – darunter einige, die von KKR verwaltet wurden – standen in diesem Jahr vor Investorenanforderungen zur Rückabwicklung, die durch allgemeine Bedenken über die Kreditqualität und die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Softwareunternehmen innerhalb privater-äquitas-Förderportfolios verursacht wurden.
Die Partners Group, die zweitgrösste börsnotierte Private-Equity-Gesellschaft in Europa, war besonders im Fokus, da die Rückzugsmöglichkeiten massiv zunahmen. Die Firma setzte im Fall ihres Flaggschiff-Fonds mit einem Volumen von 14,5 Milliarden US-Dollar Beschränkungen für die Abbuchungen ein, nachdem der Zahlungsaufkommen stark angestiegen war.
Die Episode unterstreicht die systemischen Herausforderungen, denen Evergreen-Fonds auf privaten Märkten gegenüberstehen: breit bekanntgewordene Verschiebungen zwischen Aktiven und Passiven sowie Liquiditätsschwierigkeiten haben die regulatorischen Überprüfungen verstärkt und die Manager gezwungen, den Austrittsprozess für Privatanleger grundlegend umzugestalten.
Trotz der Turbulenzen meint Egloff, dass das Umfeld eine Chance darstellt: "Sehr viele unserer Wettbewerber – sowohl Manager für alternative Aktiva als auch traditionelle Aktien- und Anlagemanager – versuchen, in diesen Bereich einzutreten. Die Anzahl an evergreen Fonds und Zugangsgrössen ist deshalb stark zugenommen."
Die Aktien beider Unternehmen sind in diesem Jahr gesunken. Die Aktie von KKR ist um 24 Prozent gefallen, während die Aktien der Partners Group um 37 Prozent gefallen sind und nahe ihrem tiefsten Niveau seit fast acht Jahren notieren.












