Die Schweiz verzeichnete 2026 die erste Leerstandsquote unter 1%, wie aus Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervorgeht. Am 1. Juni bestand das Land aus 45 493 leer stehenden Wohnungen, was 0,93% des gesamten Wohnungsbestandes entsprach – ein Rückgang von 0,07 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr. Dies entspricht einer Abnahme von 6,1% an absolutem Leerstand, von 29 621 Einheiten im Jahr 2025. In den vergangenen fünf Jahren sank die Leerstandsquote kontinuierlich und liegt im Jahr 2026 bei 0,93%, ein Rückgang von 0,79 Prozentpunkten seit 2021 (1,72%).
Der Rückgang war am deutlichsten bei Mietobjekten zu sehen, die 34.690 von den 45.493 leerstehenden Einheiten ausmachten. Diese gingen gegenüber dem Vorjahr um 6,7% zurück. Die Anzahl der unbesetzten Eigentumswohnungen sank um 4,1% und belief sich auf 10.803 Einheiten. Bemerkenswert war auch der Rückgang der Leersteh-Rate bei neuen Bauvorhaben und Einfamilienhäusern. 6.496 Einfamilienhäuser und 3.910 erst kürzlich (innerhalb von weniger als zwei Jahren) erstellte Einheiten standen leer.
Die Reduktion war in sechs der sieben Hauptregionen zu beobachten, wobei die höchsten Rückgänge im Osten, Nordwesten und im Tessin zu verzeichnen waren. Nur die Region Zürich zeigte einen leichten Anstieg der Leerstände auf 0,52 % gegenüber 0,45 % im Jahr 2025. 15 Kantone hatten Leerstandsraten unter 1 %, mit Zug auf dem Spitzenplatz mit 0,20 %, gefolgt von Genf (0,31 %) und Obwalden (0,32 %). Die Kantone mit den höchsten Leerstände waren Jura (3,35 %) und Solothurn (1,91 %).
Der Rückgang war in allen Wohnungsgrössen gleichmässig, wobei der prozentuale Rückgang bei Wohnungen mit zwei Schlafzimmern am grössten war. Drei- und vier-Schlafzimmerwohnungen waren am häufigsten unbesetzt.
Dieser Trend spiegelt die allgemeinen Tendenzen auf dem Wohnungsmarkt wider, wo Nachfrageschwankungen und eine hohe Nachfrage dazu beigetragen haben, die leeren Mietwohnungsanteile in der ganzen Schweiz zu senken.












