Der britische Luxuswagenhersteller Jaguar Land Rover (JLR) hat eine Umstrukturierung angekündigt, die in den nächsten zwei Jahren zu rund 4000 Stellenverlusten führt – etwa 10% seiner weltweiten Belegschaft. Die Kündigungen sind Teil eines Plans, um Einsparungen von rund 1,7 Milliarden £ (2,3 Milliarden US-Dollar) zu erzielen und das Break-even-Volumen auf 300.000 Fahrzeuge zu senken.
Der Geschäftsführer PB Balaji sagte, dass das Programm mit dem Start von fünf neuen Produkten innerhalb der kommenden 12 Monate einhergehen wird. Er fügte hinzu, dass der Automobilsektor "vor einer technologischen Veränderung steht, in einem Umfeld intensiver Konkurrenz und anhaltender geopolitischer Unsicherheit".
JLR wird von der indischen Firma Tata Motors gehalten. Die Aktien des in Mumbai notierten Unternehmens stiegen auf Neuigkeiten um 0,3 % und sind seit Jahresbeginn um mehr als 10 % gestiegen.
Der britische Minister für Wirtschaft und Handel, Jonathan Reynolds, schloss eine staatliche Rettung aus und wird sich mit Vertretern von JLR treffen, um über die Entlassungsmassnahmen zu sprechen. Ein Regierungssprecher wies auf die bisherige Unterstützung für den Sektor hin, darunter reduzierte Stromkosten für die Hersteller, 4 Milliarden Pfund an Kapital- und F&E-Finanzierung für Zero-Emission-Fahrzeuge sowie ein 2 Milliarden Pfund-Satzbegünstigungen für Elektroautos.
JLRS Kostensenkung folgt auf ähnliche Ankündigungen bei anderen britischen Luxusmarken wie Aston Martin und Bentley. Der deutsche Autobauer Volkswagen gab ebenfalls einen Plan zur Kürzung von 50.000 Stellen bekannt, da er seine weltweiten Aktivitäten im Zuge des Tarifdrucks und des Wettbewerbs von chinesischen Herstellern neu ausrichtet.












