Der deutsche Software-Anbieter für Forschungs-und Entwicklungssteuerabzüge, Innoscripta SE, verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 Umsätze in Höhe von 63,2 Millionen Euro, eine Steigerung um 43,2% gegenüber 44,1 Millionen Euro im selben Zeitraum 2025. Das bereinigte EBIT stieg um 49% auf 36,4 Millionen Euro, wobei sich das EBIT-Marke auf 57,7% von 55,5% im Vorjahreszeitraum verbreitete.
Das Unternehmen bestätigte die gesamten Jahresziele für 2026 mit Einnahmen in Höhe von 140 Millionen € und einem EBIT von 80 Millionen €. Das Management atribuerte die starke Leistung der anhaltenden Nachfrage auf seinem Hauptmarkt Deutschland, wo Innoscripta 2025 31 % der grossen Unternehmen bedient, die positive BSFZ-Zertifikate erhielten. Die Plattform stellt mehr als 10 % der gesamten R&D-Belegschaft in Deutschland, mit rund 70.000 Mitarbeitern, die bis August 2026 registriert waren, dar.
Die internationale Expansion erfolgte durch den Marktstart in Frankreich und den Vereinigten Staaten im Februar 2026 und gefolgt vom Vereinigten Königreich im Juli. Der gemeinsame adressierbare Markt in diesen drei neuen Regionen liegt bei jährlich 50 Milliarden Euro gegenüber einem Markt in Deutschland von 1,2 Milliarden Euro. Innoscripta hat bis heute vier Kunden in Frankreich, fünf in den USA und einen in Grossbritannien unter Vertrag genommen und plant für jeden dieser Markte innerhalb von 12 Monaten nach dem Markteintritt Umsätze in Höhe von einem Million Euro.
Die Betriebsausgaben beliefen sich als Prozentsatz des Umsatzes auf 19,6% (geht von 20,1% zurück), die Investitionen in F&E auf 6,1% (geht von 7,1% zurück) und die General-Absatzkosten auf 17,4% (geht von 18,7% zurück). Der ge Adjustete Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit stieg auf 25,5 Millionen Euro, während der unverschuldete Freicashflow bei 24,9 Millionen Euro lag. Der ge Adjustete Freicashflow belief sich auf 39,8 Millionen Euro, was einem Prozentsatz von 108,6% des ge Adjusteten EBITDA entspricht, hoch gegenüber dem 90,9% im H1 2025.
Der Kundenwachstum beschleunigte sich, so dass die Gesamtzahl der unterzeichneten Kunden am 30. Juni 2026 über 2.900 betrug, was mehr als 2.100 gegenüber dem Vorjahr ist. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit liegt bei 2,9 Jahren, mit einer Autoverlängerung von 97 % und einem Absollern bei unter 2 %. Der kumulative Absollernwert seit 2020 liegt unter 5 %.
Die Aktien von Innoscripta fielen am 25. August 2026 nach der Ergebnispräsentation um 7,89% auf 75,90 €. CEO Michael Hohenester beschrieb verschärfte Migration sowie betriebliche Verzögerungen als kurzfristigen Zeitpunktseffekt mit langfristigen Skalierungsvorteilen und wiederholte dabei die Ambition der Plattform, in Deutschland zur Marktnorm zu werden.












