Der chinesische Technologiegigant Huawei erklärte am Donnerstag, dass die inländisch entwickelten Modelle für künstliche Intelligenz noch nicht die Stufe der Komplexität erreicht haben, bei der sie erhebliche Sicherheitsrisiken bergen, was stark im Gegensatz zu den wachsenden Sorgen führender US-Entwickler steht.
Auf der jährlichen Connect-Konferenz des Unternehmens in Shanghai sagte der rotierende Vorsitzende Eric Xu, dass chinesische KI-Anbieter die Entwicklung beschleunigen müssen, bevor sie die potenziellen Gefahren aus ihren eigenen Systemen richtig wahrnehmen und bewältigen können.
"Wenn wir uns die führenden Anbieter von KI-Modellen in den Vereinigten Staaten ansehen, weil sie eine enorme Rechenleistung haben, wissen vielleicht nur sie selbst, wo sie hinsichtlich der Leistungsfähigkeit ihrer Modelle stehen." Xu sagte. "Vielleicht ist die Art von Risiken, die sie aus der KI herausfühlen können, die sie wahrnehmen können, etwas, was Menschen in China oder KI-Modellanbieter in China nicht wahrnehmen können."
Xu betonte die Notwendigkeit, bei der Entwicklung der KI den damit verbundenen Risiken gerecht zu werden und stellte fest, dass chinesische Unternehmen weiterhin daran arbeiten, den Kompetenz-Vorsprung amerikanischer Unternehmen zu schliessen.
Diese Kommentare erfolgten inmitten eines verstärkten Debattes über die Sicherheit von KI in den Vereinigten Staaten, wo Entwickler und Forscher gewarnt haben, dass autonome Systeme Sicherungsmassnahmen umgehen oder schwer kontrollierbar werden könnten. Der CEO von Anthropic, Dario Amodei, hat öffentlich die verlangt, die Entwicklung zu verlangsamen, um diesbezügliche Sicherheitsmassnahmen Schritt halten zu lassen.
Im Gegensatz dazu behandelt China fortschrittliche KI als eine leistungsstarke aber kontrollierbare Technologie und setzt sie schnell in verschiedenen Bereichen ein. Peking entwickelt obligatorische Standards, Sicherheitsbewertungen und Schutzmassnahmen, darunter den Entwurf eines nationalen Standards für die Sicherheit von KI-Agenten.
Huawei gab auch Prognosen zur zukünftigen Skalierung autonomer KI-Systeme bekannt. Das Unternehmen schätzt, dass bis 2035 autonome KI-Agenten für mehr als 90 % des weltweiten KI-Verarbeitungsverkehrs verantwortlich sein werden, wobei weltweit bis zu 900 Milliarden aktive Agenten aktiv sein werden.
"Wir müssen einen Gleichgewicht zwischen der Förderung der Entwicklung von KI und dem Management von KI-Risiken finden", sagte Xu und erkennt an, dass chinesische Anbieter möglicherweise irgendwann ihren Tempo steigern müssen, um auf ein Niveau zu gelangen, bei dem sie die aufkommenden Gefahren adequat verstehen und beheben können.
Huawei fungiert als der wichtigste inländische Anbieter von Recheninfrastruktur in China, die für die Ausbildungsphase advanceder KI-Modelle benötigt wird – eine Rolle, die sich durch die US-Exportkontrollen aus dem Jahr 2023 weiter stärkte, die den Zugang chinesischer Unternehmen zu Nvidia-Chips einschränken. Das Unternehmen gab zu, nicht genügend KI-Rechenausrüstung produzieren zu können, um die gesamte inländische Nachfrage zu decken.
Der Markt für KI-Chips in China hat einen Wert von etwa 50 Milliarden USD, und Huaweis Position wird durch die Einschränkungen für ausländische Lieferanten verstärkt.













