Morgan Stanley revidierte sein Prognosengerück für die Europäische Zentralbank und erwartet jetzt eine Erhöhung der Einlagenzin die auf 25 Basispunkte im Dezember 2026 steigen wird und die auf 2,75 % ansteigt, was sich von der zuvor ausgegangenen Einschätzung richtet.
Die Bank erwartet keine Zinserhöhung auf ihrer Sitzung im Oktober 2026 und führt dafür unzureichende Beweise für eine aus der Kontrolle entlaufene Inflation an. Sie projiziert lediglich einen Zinssenkungsgang für das Jahr 2027, eine Kürzung von 25 Basispunkten im Dezember, die den Zieldepositarz unter 2,0 % auf 2,5 % senken würde, was einer früheren Prognose von 2,0 % entspricht.
Die Inflation in der Eurozone wird prognostiziert, dass sie im November 2027 unter das 2 %-ige Ziel der EZB sinken wird, was die erwartete Lockerung der Geldpolitik untermauert. Morgan Stanley-Hauptökonom Jens Eisenschmidt vermerkte, dass ein stärkeres als erwartet Wachstum und anhaltende Energiepreisperspektiven die Inflation womöglich hochgespannt halten könnten.
Wenn der Dezember-Kursanstieg tatsächlich realisiert wird, prognostiziert das Institut deutschen 2-Jahres-Bundyields von 3,10% und 10-Jahres-Yields von 3,40% bis Ende 2026. Bei einer Einlagenzinssatz von 2,5% im Jahr 2027 würden die Renditen auf 2,65% für 2-Jahres-und 3,00% für 10-Jahres-Bonzen sinken.
Der Ausblick sieht auch eine Handelskurs für den europäischen Bankensektor von 11 bis 12 Mal den Gewinn vor, was sich vom derzeitigen Prognosewert von 10,5 Mal für den Gewinn 2027 absteigt und auf längere Sicht mit höheren Zinssätzen und einem zunehmenden Kreditwachstum in den nächsten zwei bis drei Jahren gerecht wird.
Eisenschmidt fügte hinzu, dass wenn das Wachstum im 3. Quartal dem Wachstum im 2. Quartal entspricht und die Energiepreisübertragung fortgesetzt wird, die EZB „sorgenvoll über die Energiepreiskonzentrierung auf die Kerninflation denken wird und wahrscheinlich eine weitere Zinserhöhung im Dezember durchführen wird.“ Er wies auch auf das Entfernen von Sprache über die „nähere Überwachung der Situation“ durch die EZB als Zeichen für einen ruhigeren kurzfristigen Ausblick hin.












