Der US-Repräsentantenhausausschuss für Finanzdienste hat am Mittwoch den "American Reserve Modernization Act von 2026" (H.R. 8957) mit 28 Stimmen für und 21 Stimmen gegen beschlossen und damit ein Gesetz verabschiedet, dass den Executive Order des Präsidenten Donald Trump zur Einrichtung einer strategischen Bitcoin-Reserve in Gesetzesform umsetzen würde.
Der Gesetzentwurf würde eine strategische Bitcoin-Reserve und einen separaten Bestand digitaler Assets innerhalb des Finanzministeriums schaffen und separate Verwahrstrukturen für federale Bitcoin und andere digitale Assets festlegen, die im Rahmen von Straf- oder Zivilforfekungsverfahren erworben wurden.
Nach der Gesetzgebung wäre Bitcoin, das in der Federal Reserve verfügbar ist, einer Mindesthaltefrist von 20 Jahren unterworfen. Die US-Regierung verfügt laut der Blockkettendatenanalysefirma Arkham Intelligence über 324.527 Bitcoin im Wert von ungefähr 24,7 Milliarden Dollar.
Rep. Nicholas Begich, der am 21. Mai den Gesetzesvorschlag vorstellte, argumentierte, dass die derzeitigen Systeme nicht ausreichend seien. "Wir können es nicht zulassen, dass Bitcoin von der Bundesregierung in einem fragmentierten und widersprüchlichen Verwahrungsregime verrotet", sagte Begich. "Es birgt unzulässige Cybersicherheitsrisiken und ermöglicht keine angemessene Rechnungslegung darüber, was die Bundesregierung tatsächlich besitzt."
Die Gesetzgebung verpflichtet alle Bundesbehörden, eine vollständige Berichterstattung über die digitalen Vermögenswerte vorzulegen, die sie derzeit besitzen oder kontrollieren, und legt Transparenzmassnahmen fest, einschliesslich quartalsischer "Beweisfotos für die Reserven" und Prüfungen durch Dritte. Es würde auch eine Studie über budgetneutrale Erwerbsstrategien zur Erweiterung der strategischen Bitcoin-Reserve auf den Tisch legen und die Bundesstaaten ermächtigen, ihre Bitcoin-Halten bei der Federal Reserve aufzubewahren.
Der Gesetzesentwurf bekräftigt das Privatrecht und die Selbstverwahrungsrechte bei Bitcoin und beschreibt die Kontrolle über private Schlüssel als „entscheidend für die Grundsätze der finanziellen Souveränität, der Privatsphäre und der persönlichen Freiheit im digitalen Zeitalter“.
Connor Brown, Geschäftsführer des Bitcoin Policy Institute, bezeichnete die Zustimmung des Ausschusses als "ein wirklich historischer Schritt für die Bitcoin-Politik". Im Mai bezeichnete Strive-CEO Matt Cole die Gesetzgebung als "die wichtigste Kryptogesetzgebung, die aus Washington kommend herauskommen kann".
Die Abstimmung des Ausschusses legt einen legislativen Hürden über, der Gesetzesentwurf muss noch vom ganzen Abgeordnetenhaus und dem Senat verabschiedet werden, bevor er auf den Schreibtisch des Präsidenten geht.












