Die Geschäftsklimaförschung in Deutschland verbesserte sich im August stärker als erwartet und signalisiert eine vorsichtige Verjüngung in der grössten Wirtschaft Europas, trotz steigender Energiekosten.
Das Münchner Ifo-Institut meldete, dass der Wirtschaftsklimaindex von 86,7 (Juli) auf 88,8 gestiegen sei. Das Ergebnis überstieg die jeweils mediane Prognose von 87,2 unter den von Reuters befragten Ökonomen und markierte den dritten Monat in Folge eine Steigerung.
Der auf einer Umfrage unter rund 9.000 Führungskräften basierende Index spiegelt Bewertungen der aktuellen Geschäftslage und die Erwartungen für die kommenden sechs Monate wider. Die Verbesserung folgt auf eine Phase der Stagnation aufgrund der erhöhten Energiepreise und der schwächeren Industrielleinzelabnehmernachfrage.
Getrennte Daten, die am Dienstag veröffentlicht wurden, zeigen, dass der Bruttoinlandsprodukt Deutschlands im zweiten Quartal gegenüber den drei zuvorigen Monaten um 0,3% gewachsen ist, was mehr ist als der vorläufige Wert von 0,2%. Die Korrektur deutet auf eine etwas stärkere Dynamik im zweiten Halbjahr hin.
Ifo-Präsident Clemens Fuest führte die Verbesserung auf die Widerstandsfähigkeit des Dienstleistungssektors und die Stabilisierung der Lieferketten zurück, warnte aber, dass durch geopolitische Spannungen und Volatilität an den Energiemärkten die Risiken weiterhin hoch bleiben.
Die Daten unterstreichen eine stetige, aber ungleichmässige Rezession in Deutschland, wo die Produktionsaktivität hinterherhinkt, während Dienstleistungssektor und Industrien mit Verbrauchermarkt Zeichen einer Stabilisierung zeigen.












