Die Geschäftsentwicklung in Deutschland verbesserte sich im August stärker als erwartet und weist auf einen vorsichtigen Aufschwung hin, trotz steigender Energiekosten.
Der Ifo Geschäftsklimaindex, ein führender Indikator für die deutsche Konjunktur, stieg im August auf 88,8 von einem nach unten revidierten Wert von 86,7 im Juli. Die Lesung übertraf die Vorhersage von 87,2, die von den von Reuters befragten Ökonomen gestellt wurde.
Zu diesem Anstieg haben sowohl die Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Situation als auch die Erwartungen für die nächsten sechs Monate beigetragen. Ifo-Präsident Clemens Fuest sagte, die Wirtschaft erholte sich, trotz eines erneuten Aufwärtstrends bei den Energiepreisen.
Getrennte Daten zeigten am Dienstag, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal um 0,3 % gewachsen war. Dieses Ergebnis überstieg die vorläufige Schätzung von 0,2 % aus dem letzten Monat und zeigt ein bescheidenes Wachstumstempo.
Die grösste Volkswirtschaft Europas hat mit wuchernden Energiekosten und einer schwachen Industrienachfrage zu kämpfen. Aber jüngste Indikatoren deuten auf eine Stabilisierung hin. Die Ifo‑Erhebung, die auf Antworten von rund 9.000 Unternehmen basiert, liegt nach wie vor unter dem Niveau vor der Pandemie, zeigt aber eine allmähliche Verbesserung der Wirtschaftsstimmung an.












