Der Aufwärtstrend des Euro gegenüber dem Dollar in den vergangenen Monaten hat sich in einem Muster entwickelt, das zeigt, wie Trends entstehen und bestehen bleiben, wie eine technische Analyse des vierstündigen Charts ergibt.
Die meisten Gewinne wurden in kurzen, kraftvollen Impulsen erzielt, die durch längere Konsolidierungsphasen getrennt waren, zeigt die Analyse. Ein Ausbruch Ende Juli ergab einen ersten Antrieb, der von etwa zwei Wochen seitlicher Bewegung gefolgt wurde. Ein offensiver Schub Mitte August wurde ebenfalls von einer kurzen Pause gefolgt, bevor der nächste Anstieg folgte. Dieses Muster deutet darauf hin, dass bis zum Zeitpunkt, als der Impuls sichtbar wird, ein grosser Teil der Bewegung bereits abgeschlossen sein kann, was die ruhigeren Phasen zwischen den Impulsen nützlich macht, um zu beurteilen, ob die unterliegende Struktur sich verstärkt.
Die Ausrückungen während des Aufmarsches waren relativ gering, jedoch war ihr Verhalten rund um einen verankerten volumengewichteten Durchschnittspreis (VWAP) besonders aufschlussreich. Die Analyse verankert den VWAP im Bereich kurz vor dem Durchbruch Ende Juli, wodurch eine steigende Referenz entsteht, die wiederholt Käufer anlockt. Auf zwei aufeinanderfolgenden Gelegenheiten zog sich die EUR/USD wieder in Richtung des steigenden VWAP zurück, bevor die Nachfrage wieder auftrat. Die zentrale Beobachtung besteht nicht nur darin, dass der Preis die Linie berührte und anstieg, sondern dass der Durchschnittspreis selbst weiter stieg, was auf nachhaltigen Kaufinteresse auf höheren Niveaus hinweist.
Die Struktur, die bei Konsolidierungen zurückbleibt, hat auch einen sinnvollen Kontext geschaffen. Jede Pause im Trend hat horizontale Referenzpunkte bei nach und nach höheren Preisen erzeugt, was Tradern eine Reihe von Ebenen bietet, um zukünftige Rücksetzungen zu beurteilen. Die Analyse zeigt, dass ein Bruch der steigenden Trendlinie alleine von begrenzter Bedeutung wäre, da ihre Position subjektiv sein kann. Grössere Bedeutung würde entstehen, wenn der Preis die während des Aufwärtstrends errichtete horizontale Struktur abbauen würde, insbesondere wenn ein früheres Unterstützungsgebiet als Widerstand fungiert.
Gemeinsam bieten der Rhythmus der Impuls-Konsolidierung, die verankerungen der VWAP-Reaktionen und die sich entwickelnde horizontale Struktur einen Rahmen für die Beurteilung der Trendqualität, der über eine einfache Trendlinie hinausgeht. Die Analyse warnt, dass keines dieser Elemente als eigenständiges Signal behandelt werden sollte, sondern die gesamten Daten zusammen betrachtet können sie helfen, routinemässige Rückläufigen Phasen von einem potenziellen Wandel des Trendcharakters zu unterscheiden.












