Die Reserve Bank of India (RBI) kaufte im Juni netto 561 Millionen Dollar an der Devisenmärkte, wie aus Freitags veröffentlichten Daten hervorgeht. Die Spotmarktakitivität der Zentralbank beläuft sich für den Monat auf 30,89 Milliarden Dollar an Käuften und 30,33 Milliarden Dollar an Verkäufen, was eine bescheidene netto-Akkumulation der Devisenreserven ausweist.
Die prominenten netto Dollar-Vorauszahlungen sank im Juni auf 103,3 Milliarden Dollar, nachdem sie Ende Mai noch bei 106,7 Milliarden Dollar lagen. Die Verringerung folgt auf eine Periode intensiver Interventionen zur Stabilisierung der Indischen Rupie, die im Mai auf ein Rekordtief von 96,96 Dollar je Dollar fiel, angetrieben von den steigenden Ölpreisen im Zusammenhang mit den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Die vom RBI Anfang Juni eingeführten Massnahmen trugen zur Wiederherstellung der Währungsstabilität bei und fielen zeitlich mit starken Kapitalzuflüssen zusammen. Zwischen dem 8. Juni und dem 21. August erhielt die Zentralbank knapp 73 Milliarden US-Dollar an Zuzügen, und zwar hauptsächlich über die Nullkostentransferfazilität für Auslandswährungsdepositen von ausländischen Banken. Die Volatilität der Rupie nahm nach diesen Massnahmen ab, was die Interventionsstrategie der Zentralbank unterstützte.
Die Goldreserven, die von der RBI gehalten werden, blieben vom 22. Mai unverändert bei 880,52 Tonnen, was die langjährigen Goldbestände der Zentralbank beibehält.












