Dell Technologies wies Ende seines jüngsten Quartals einen Rückstand bei AI-Servern in Höhe von 9,5 Milliarden US-Dollar auf, was die zunehmende Rolle des Unternehmens bei der Infrastruktur für Unternehmens-KI unterstreicht. Unter dem Titel "The AI Infrastructure Imperative" hat Michael Dell, Chairman, CEO und Gründer, auf der von Goldman Sachs organisierten Communacopia + Technology Konfernz am 9. September 2026 eine Entwicklung der Nachfrage insbesondere für KI-Workloads und für das traditionelle Rechenzentrumsgeschäft beschrieben.
Im Vergleich zum Vorjahr beliefen sich die Bestellungen im Zusammenhang mit KI auf 1,3 Milliarden US-Dollar, so Dell. Das Unternehmen führte zudem eine Zunahme des PC-Umsatzes von 20 % im letzten Quartal sowie ein Wachstum des IP-Speicherbereichs von 26 % an. Die Betriebskosten waren auf einem Rekordtief von etwa 8 % des Umsatzes, während das Management das traditionelle Rechenzentrumsgeschäft für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Wachstum von 100 % prognostizierte.
Dell hat einen grossen Ersatzzyklus identifiziert, der darauf hinweisen sollte, dass es gut 400 Millionen Computer gibt, die älter als vier Jahre sind, sowie 1,3 Millionen Server der 13. Generation oder früher, die als Upgrade-Kandidaten in Frage kommen. Das Unternehmen erklärte, dass es jetzt etwa 6.500 Kunden mit Enterprise AI Factory bedient.
Dell betonte die zentrale Bedeutung seines Speichergeschäfts und beschrieb seine Enterprise-Speicherumgebung – mit den Marken PowerScale und ObjectScale – als den weltweit führenden Anbieter. Laut Dell ist sie grösser als die Summe der drei hinteren Platzierten. Die Firma weist ausserdem darauf hin, dass geschätzte 85 % der Unternehmensdaten noch lokal abgelegt sind, was den Bedarf nach einer managed Infrastructure unterstreicht.
Auf internationaler Ebene wies Dell darauf hin, dass etwa die Hälfte der weltweit bestehenden Möglichkeiten im Bereich souveräner KI ausserhalb der Vereinigten Staaten liegen. Unter den 50 Ländern mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt stellt Dell typischerweise zwei oder drei iniciativen der souveränen KI in einer Nation fest. Die Einführung auf vielen internationalen Märkten lags jedoch den USA um 12 bis 18 Monate hinterher.
Von den befragten Firmen befasst sich nach Einschätzung von Dell aktuell 10 bis 15 Prozent umfassend mit der strategischen Bedeutung von KI und beschreibt die Einführung als einen graduellen Prozess. "Es ist eine Welt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten", sagte Michael Dell während der von der Goldman Sachs-Analystin Kat Murphy moderierten Konferenz.
Die Lieferseitlichen Einschränkungen bleiben ein Problem. Hohe Speicherkosten haben einige Kunden dazu gebracht, ihre Einkäufe zu verschieben, und Dell erwartet, dass sich das strukturelle Halbleiter-Mangel 2027 im Vergleich zu 2026 verschlimmern wird.
Dell verfolgt die interne Modernisierung seit etwa drei Jahren und setzt Automatisierung und agentbasierte Workflows in seinen eigenen Geschäftsabläufen ein. Auf dem Wettbewerbsdach räumte das Unternehmen ein, dass Anthropic, OpenAI, Microsoft, Google und Meta eine übergreifende Rolle spielen bei der Förderung der nachfrage nach KI, ohne genaue Angaben zu den Einnahmen aus den jeweiligen Unternehmen zu machen.
Zur Zukunft sagte Michael Dell: "Die Unterscheidung zwischen traditionellen Servern und AI-Servern wird bald verschwinden. In fünf Jahren werden wir nicht mehr von traditionellen Servern und AI-Servern sprechen? Nein, alles wird nur noch als Server bezeichnet." Er betonte ausserdem die Bedeutung der Datenqualität bei künstlicher Intelligenz: "Keine Daten, keine KI. Schlechte Daten, schlechte KI."













