Die potenzielle Übernahme von Mondelez durch Hershey ist laut Bernstein eine langfristige strategische Option, die Szenarien simuliert, bei denen der US-Konfektionshersteller den globalen Snackgiganten mit einem Aufschlag von 15 % übernehmen könnte.
Bei einem Szenario mit einem 3-fachen Nettoverbindungsgeschäft auf EBITDA-Laufzeit würde die Gewinnmarge pro Aktie im ersten Jahr um etwa 5 % vernichtet, schätzt Bernstein. Die Transaktion könnte jedoch um fast 11 % akkretiv werden, wenn Synergieeffekte in Höhe von 8,5 % der Hershey-Umsätze innerhalb von zwei bis drei Jahren realisiert werden. Bei einem aggressiven 4-fachen Leverage-Szenario wäre die anfängliche Verarmung auf weniger als 2 % begrenzt, mit einem potenziellen Akkretionspotenzial von nahezu 16 % nach Erreichung der gleichen Synergieziele.
Die Investmentbank betonte, dass die jüngsten Produktkollaborationen von Hershey mit Mondelez – die gemeinsam im Spätherbst 2025 lancierten Varianten von Reese’s-Oreo und Oreo-Reese’s – zu den erfolgreichsten Neuheiten von Hershey zählen. Bernstein wies auf die starke Position von Mondelez in China hin, wo das Unternehmen geschätzte Umsätze von rund 2 Milliarden US-Dollar generiert, während Hershey dort noch nicht Fuß fassen konnte. In Europa hat Hershey mit Reese’s Peanut Butter Cups in Großbritannien und auf anderen Märkten an Traktion gewonnen, ihre regionale Präsenz bleibt jedoch begrenzt.
Die Hershey Trust, die über B-Klassen-Aktien rund 79 % der Stimmrechte von Hershey kontrolliert, würde bei dem 3x-Leverage-Szenario deren Stimmanteil auf etwa 51 % zurückgehen. Ihr wirtschaftlicher Besitz würde auf etwa 9,8 % der Gesamtaktien sinken, was Klauseln auslösen könnte, die die Trust dazu zwingen, ihren Eigenkapitalanteil zu erhöhen, um die Kontrolle behalten zu können.
Bernstein erwartet nicht, dass Hershey in absehbarer Zeit eine Übernahme verfolgt. Unsere Vorrangsschwerpunkte liegen in der Sicht der beiden Unternehmen auf internationale Partnerschaften wie Lizenzverträge oder Joint Ventures in China, Großbritannien und Westeuropa. Bisher kommentierte noch keine der beiden Unternehmen einen potenziellen Deal öffentlich.












