Die Bapcor-Aktie stieg um 20,3%, nachdem das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2026 ein underlying EBITDA von 152,5 Mio. AUD gemeldet hatte und damit die Obergrenze der Guidance vom Mai übertraf — trotz eines periodenfremden Verlusts von 431,6 Mio. AUD, der auf steuerliche Wertberichtigungen in Höhe von 442,4 Mio. AUD zurückzuführen war.
Der Umsatz ging um 1,8% gegenüber dem Vorjahr auf 1,924 Mrd. AUD zurück, während das underlying EBIT auf 51,4 Mio. AUD stieg und das underlying Nettoergebnis nach Steuern bei 10,8 Mio. AUD lag. Die Bruttomarge sank um 3,3% auf 872,1 Mio. AUD, die Bruttomargenquote ging um 72 Basispunkte auf 45,3% zurück, was auf anhaltende Kostenbelastungen durch ölbedingte Inflation in geschätzter Höhe von 24,7 Mio. AUD jährlich hinweist.
Der Cashflow verbesserte sich deutlich: Der operative Cashflow belief sich auf 166,9 Mio. AUD bei einer Cash-Conversion-Rate von 109,4%, gegenüber 86,5% im Geschäftsjahr 2025. Die Nettoverschuldung ging um 229,8 Mio. AUD auf 135 Mio. AUD zurück, gestützt durch ein Working-Capital-Programm im zweiten Halbjahr, das 68,5 Mio. AUD an Cash generierte.
Das Management hob Fortschritte im Inventory- und Forderungsmanagement hervor: Überfällige Forderungen wurden um 14,5 Mio. AUD reduziert und das Gesamtinventar um 22,5 Mio. AUD gesenkt. Mehr als 80% der Preise wurden in den Handelsunternehmen überprüft, die Ladenrabatte wurden um 16 Prozentpunkte auf rund 8% reduziert, und im Einzelhandel wurden über 13.000 Preisänderungen umgesetzt.
Chris Wilesmith, CEO und Geschäftsführer, bezeichnete das Geschäftsjahr 2026 als «Jahr der Neuausrichtung» und betonte, das Unternehmen habe die Grundlagen für eine Erholung nach fünf Jahren Marktanteilsverlust gelegt. Er fügte hinzu, das Geschäft befinde sich nun in einer Phase des «Momentum-Aufbaus», mit erwarteten Fortschritten im Zeitraum der nächsten 6 bis 24 Monate.
Kim Kerr, CFO, hob die Verbesserung der Cash-Conversion hervor und führte diese auf die Working-Capital-Initiative sowie strengere operative Kontrollen zurück. Das Unternehmen meldete zudem eine Reduktion der Personalfluktuation um 15% seit Dezember und plant, bis Jahresende 200 Führungskräfte durch das Deakin Leadership Program auszubilden.












