Die Aktien von Ambu, dem dänischen Hersteller medizinischer Geräte, sackten am Mittwoch um 17,67% ab, als das Unternehmen seine Umsatzprognose für das gesamte Jahr verringerte und den Aktienpreis von DKK 13,9 auf DKK 64,60 senkte.
Das Unternehmen begründete die herabgesetzte Prognose vor allem mit einer langsameren als erwartetmen Verdopplung des Absatzes im Bereich Anästhesie und Patientendiagnose. Die organische Ertragswachstumsprognose für das volle Geschäftsjahr 2025/26 wurde nun auf rund 10% reduziert, was gegenüber der vorherigen Schätzung von 10–12% liegt. Für das Segment Anästhesie und Patientendiagnose wird nun eine sehr geringe organische Umsatzsteigerung von einem einstelligen Prozentvorausgesetzt, während das Segment Endoscopic Solutions, ein wichtiger Wachstumstreiber von Ambu, weiterhin einer organischen Umsatzsteigerung von mehr als 15% prognostiziert.
Die Prognose für den EBIT-Margin blieb unverändert bei 12–14%, obwohl das Management nun erwartet, dass sich die Marge in Richtung des oberen Endes dieses Intervalls bewegt. Dieser Ausblick spiegelt den anhaltenden operativen Hebel und den Vorteil von Zollrückerstattungen wider, die teilweise durch laufende Investitionen in die kommerziellen Aktivitäten aufgefangen werden.
Die Ergebnisse im dritten Quartal zeigten ein organisches Umsatzwachstum von 10,3 % auf 1,64 Milliarden DKK im Vergleich zu 1,51 Milliarden DKK im Vorjahresquartal. Der gemeldete Umsatz stieg um 8,8 %. Endoscopy Solutions erzielte im Quartal ein organisches Wachstum von 16,0 %, das die Gesamtperformance übertraf. Die regionale Entwicklung war unterschiedlich: Europa legte um 10,2 %, der Rest der Welt um 14,4 % und Nordamerika um 9,7 % zu, angetrieben durch die starken Ergebnisse von Endoscopy Solutions.
Das EBIT stieg auf 221 Millionen DKK von 170 Millionen DKK im gleichen Zeitraum des Vorjahres, während sich die EBIT-Marge auf 13,5 % von 11,3 % erhöhte, was durch operative Effizienz und Rückzahlungen aus Tarifrechnungen unterstützt wurde. Der freie Cashflow vor Zukäufen stieg auf 154 Millionen DKK von 128 Millionen DKK, was auf die solide operative Leistung und eine verbesserte Liquiditätssteuerung zurückzuführen ist.












