Die Adler Group S.A. verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoverlust von 160 Millionen Euro, was einen Rückgang von 381 Millionen Euro im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres bedeutet, wie das luxembourgische Immobilienunternehmen hervorhob.
Die Netto-Mieteinahmen beliefen sich im H1 2026 auf 63 Millionen Euro, eine Abnahme von 68 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr, während das justierte EBITDA aus Mietaktivitäten 37 Millionen Euro erreichte. Das gesamte justierte EBITDA belief sich auf 29 Millionen Euro, wobei die Liquiditätserträge (FFO 1) auf -40 Millionen Euro zurückgingen. Der Umsatz stieg auf 284 Millionen Euro von 107 Millionen Euro im H1 2025, angetrieben durch Vermögensverkäufe und Portfolio-Revaluierungen.
Das Berliner Wohnportfolio des Unternehmens, das 99,9 % der 17 465 renditestrategischen Wohnungen ausmacht, verzeichnete im H1 2026 ein währungsvergleichbares Mietwachstum von 3,0 %, was einem Wert von 2,4 % im Vorjahreszeitraum entspricht. Dieses Wachstum wurde durch einen Anstieg des Mietspiegelrendemarks in Berlin um 5 % im Juni 2026 unterstützt, wodurch bis zum Jahresende 8 700 geplante Mietsteigerungen möglich waren. Der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter und Monat stieg von 8,45 € auf 8,68 €, während die Leerstandsrate auf 0,9 % von 2,0 % im Vorjahr sank. Die Mietrendite des Portfolios stieg auf 3,6 % von 3,5 %.
Der Gesamtnominale zinsbringende Schuldenstand der Adler Group sank zum 30. Juni 2026 auf 3,52 Milliarden Euro von 3,6 Milliarden Euro Ende März. Die gewichtete durchschnittliche Kosten der Schulden beliefen sich auf 7,1 %, wobei 99,2 % der Schulden entweder festsitzend oder abgesichert waren. Die gewichtete Durchschnittslaufzeit belief sich auf 2,9 Jahre, wobei keine Kapitalmarktschulden vor Ablauf des Jahres 2028 fällig wurden. Der Verschuldungsgrad stieg auf 79,2 % von 77,1 % im März, während die liquide Mittel auf 155 Millionen Euro von 301 Millionen Euro gesunken waren.
Die Entlastungsaktivitäten beschleunigten sich im zweiten Quartal 2026, wobei insgesamt 116 Millionen € an Teilzahlungen aus der 1L-New Money-Fazilität geleistet wurden, die mit Einnahmen aus dem Verkauf des Holsten Quartiers und den Transaktionen zu Berliner Eigentumswohnungen finanziert wurden. Ebenso wurden die Assets an der Hedemannstraße und der Hansastrasse teilweise getilgt, was insgesamt zu Dispositions-und Schuldenabbau in Höhe von 201 Millionen € führte. Das Vereinsvorrecht für den Entlastungserlös an die GSR GmbH neigte mit 245 Millionen € zum Halten zirka an die Obergrenze von 250 Millionen €.
Die Adler Group hat ihr S&P Emittenten-Kreditrating bei B- mit stabiler Prognose beibehalten. CEO Karl Reinitzhuber betonte die Rolle des Berliner Portfolios bei der Steigerung der Mietinnahmen, wobei die prognostizierte Nettomietauszahlung für das Gesamtjahr 2026 auf 124 bis 129 Millionen Euro geschätzt wird.













