Vista Global Holding, der weltweit grösste Betreiber von Privatjets, bereitet sich auf eine Börsennote vor, bei der mehr als 1 Mrd. USD eingenommen werden könnten, wie Bloomberg letzte Woche berichtete.
Nach Angaben der Finanzzeitschrift Tippinpoint sind mehrere europäische Börsen im Gespräch, darunter die Schweizer SIX sowie die Borsa Italiana in Mailand. Das Unternehmen hat Bank of America, UBS und UniCredit zu Beratern für die Platzierung ernannt, die voraussichtlich erst im nächsten Jahr stattfinden wird.
Bei einem erfolgreichen Entryline-Aktionärsprogramm würde die Bewertung von Vista auf mehr als 10 Milliarden US-Dollar steigen. Die Erlöse aus der Veräusserung sollen hauptsächlich dazu verwendet werden, die bestehende Schuldenlast des Unternehmens zu reduzieren.
Vista wurde 2004 vom Schweizer Unternehmer Thomas Flohr mit nur drei Flugzeugen gegründet. Die Flotte ist auf etwa 360 Flugzeuge angewachsen, von denen 270 direkt im Besitz der Gruppe sind. Das Unternehmen bedient hauptsächlich Kunden mit hohem Vermögen über Flugabonnementsdienstleistungen.
Flohr, der weiterhin der Mehrheitseigner ist, wird seinen Anteil durch den jüngsten Einstieg der Investmentfirma RRJ Capital und die geplante Ausgabe neuer Aktien im IPO deutlich verringern, so Tippinpoint. Flohr wird auf Schätzungen zwischen 2,5 Milliarden und 3 Milliarden Schweizer Franken geschätzt und ist auch für seine Beteiligung am Motorsport bekannt.
Die planmässige Börsennotierung ist ein wichtiges Schritt für Vista, eines der prominentesten Namen in der Privatanflugindustrie, da das Unternehmen seine Bilanz stärken und einen Weg für eine breitere institutionelle Beteiligung öffnen möchte.












