Visa und Mastercard führten am Mittwoch die ersten internationalen Kreditkartentransaktionen in Syrien durch, nachdem die US-Regierung das Land zwei Tage zuvor von ihrer Liste der staatlichen Befürworter des Terrorismus gestrichen hatte. Mit dem Schritt endet eine Bezeichnung, die 1979 verhängt wurde, und es ist der jüngste Schritt in Richtung einer schrittweisen Erleichterung der Sanktionen seitens Washingtons, die mit der Beendigung umfassender Massnahmen im Dezember 2025 begann und die weiterhin gezielte Beschränkungen für bestimmte Entitäten und Personen beinhaltet.
Mastercard hat in Zusammenarbeit mit der Gruppe QNB aus Katar eine als weltweit erste end-to-end-Transaktion über internationale Kreditkarten in Syrien abgeschlossen. Das System ermöglicht syrischen Händlern – darunter Hotels, Restaurants und staatliche Einrichtungen – die Verwendung von Mastercard-Kreditkarten über Verkaufsstellen. Berechtigte Händler werden nach und nach durch eine stufenweise Ausrollung hinzugefügt, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen.
Visa führte seine erste live internationale Transaktion in Syrien gemeinsam mit Fransabank im Libanon durch, das als akquirierendes Finanzinstitut fungierte, und Paymera, einem syrischen Zahlungstechnologiefirma, das im Besitz des staatlichen Vermögenfonds des Landes ist. Der syrische Präsident Ahmed al-Sharaa nahm an der Visa-Testaktion teil und leistete dort in der historischen Altstadt Damaskus mit der Anwesenheit des Gouverneur der Zentralbank, Mohammed Safwat Raslan, eine Kartenzahlung in einem Restaurant.
Die phasede Umsetzung bietet noch nicht flächendeckende Abdeckung, so die Zentralbank, die dazu hinwies, dass Monate der technischen Vorbereitung und Tests der Einführung vorausgingen. Die Entwicklung folgt einer Aussage des syrischen Aussenministers Asaad al-Shibani, vor der Entscheidung der USA, in der er die Aufhebung der Terrorismusbezeichnung als das"letzte Hindernis"für Investitionen, Geschäftstätigkeit und den Wiederaufbau des wirtschaftlichen Lebens Syriens bezeichnete. Die Zentralbank betonte, dass eine weitgehende Einführung von weiteren regulatorischen Freigabene und der Ausbau der Infrastruktur abhängen wird.












