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Wirtschaft/MakroArticle

Der Schweizer Immobilien-Risikoindex fällt auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren, laut Moneypark

Der Real Estate Risk Index von Moneypark fiel im 2. Quartal 2026 auf 3,5 Punkte zurück, was durch einen stärkeren PMI, niedrige SNB-Zinssätze und eine Verlangsamung des realen Preiswachstums erklärbar ist, obwohl Arbeitslosigkeit und migratorische Schwäche weiterhin Risiken darstellen.

EK
Elena Kovač · Central Banks Desk · 26 Aug 2026 · 13:35 · 2 Min. Lesezeit
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Der Schweizer Immobilien-Risikoindex fällt auf das niedrigste Niveau seit drei Jahren, laut Moneypark

Moneypark, der Schweizer Hypothekendienstleister, meldete, dass sein Immobilienrisikozähler (Real Estate Risk Index, RERI) im zweiten Quartal 2026 auf 3,5 Punkte gesunken ist, nach 3,7 Punkten im ersten Quartal. Dies stellt den ersten Rückgang des Index seit dem dritten Quartal 2023 dar, nachdem eine Zeit des stabilen Anstiegs geherrscht hatte.

Die Verbesserung ist auf eine bessere wirtschaftliche Aussichtsbilder, eine moderate Ablenkung des realen Preisdrucks auf selbstgenutzte Wohnungen und die persistent niedrigen Zinssatzbedingungen zuzuschreiben. Der Schweizer Industrieproduktionsmanagementsindex (PMI) steigerte sich im 2. Quartal auf durchschnittlich 56 Punkte, nach 52 Punkten im 1. Quartal und weit über der 50‑Punkts‑Marke für Wachstum, was auf eine spürbare Verbesserung des Industrieklimas hinweist.

Die Arbeitsmarktbedingungen bilden jedoch weiterhin ein Unterschussrisiko. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote stieg im Quartal auf 3,1 % (von 3,0 % im 1. Quartal und 2,8 % im Jahr zuvor). Moneypark warnte, dass eine höhere Arbeitslosigkeit die Kaufkraft der Haushalte reduzieren und die Nachfrage nach Wohnraum dämpfen könnte.

Die Preissteigerungen in selbst bewohnten Häusern übertrafen weiterhin die Inflationsrate, aber der Abstand verschlankte sich. Im 2. Quartal lagen die Preissteigerungen 3,8 Prozentpunkte über der Inflationsrate, im 1. Quartal bereits 4,2 Punkte und im Jahr zuvor sogar 5,0 Punkte. Die Marge zwischen Schulden und verfügbarem Vermögen für neue Hypotheken blieb bei rund 1,5 Mal dem verfügbaren Vermögen stabil.

Die Nachfrageverknappung bestand weiterhin, da ein beschränkter Wohnimmobilienbestand und die hohe Käuferwille eine umfassende Preisregulierung verhinderten. Der Leitzins der Schweizerischen Nationalbank blieb das gesamte Quartal bei 0% und unterstützte die Hypothekendebora. Gleichzeitig flachte die Renditekurve moderat ab; der Unterschied zwischen den zehnjährigen und den zweijährigen Swapraten sank auf etwa 0,45 Prozentpunkte.

Auch der Hypothekenpreis wurde divergenter. Der Spread zwischen den günstigsten und teuersten zehnjährigen Fixhypothekenangeboten widened auf etwa 0,96 Prozentpunkte, was für Kreditnehmer in jährlichen Kosten von mehreren tausend Franken resultieren kann.

Die Bevölkerungszuwanderung zeigte eine stark abnehmende Dynamik. Der rollierende Zwölfmonatsschnitt des nettozahlungsbilanzierten Zuwanderungsbalanses dauerhaft ansässiger Ausländer sank von etwa 83.400 Personen Ende 2024 auf rund 69.900 im Mai 2026, ein Rückgang von 16,2 %. Moneypark stellte fest, dass die absolute Nachfrage nach Wohnraum von Zuwanderern zwar weiterhin kontinuierlich hoch ist, jedoch zunehmend konzentrierter wird: Der prognostizierte Bevölkerungszuwachs wird laut Prognose zu 86 % in nur elf Kantonen stattfinden.

Für die nächsten Quartale prognostiziert Moneypark eine stagnierende oder leicht rückläufige Entwicklung des RERI, unterstützt durch das bessere Makroklima, den abnehmenden Realpreisdruck und die niedrigen Zinsen. Dennoch warnt die Firma davor, dass eine schnelle Entspannung unwahrscheinlich ist. Anhaltende Arbeitslosigkeit, noch immer dynamische Immobilienpreise, ausgeprägte Mortgage-Spreads und der unsichere Einfluss schwächerer Migration und steigender Bauaktivität werden voraussichtlich dazu führen, dass der Markt selektiver wird. Lage, Immobilienqualität und Finanzierungsstruktur werden an Bedeutung gewinnen, denn der Schweizer Immobiliensektor bleibt robust, aber wählerischer.

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von einer Finances-Review-Redakteurin bearbeitet.
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Geschrieben von
Elena Kovač
Central Banks Desk

Elena covers macroeconomic data and policy across the eurozone, translating industrial output, inflation and growth figures into what they mean for markets.

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